Tipps
Etikette
Um Sushi auf traditionelle Weise genießen zu können, benötigt
man die passenden Utensilien.
 | Hashi · 箸 |
Da
wären zunächst die Hashi (箸), die
japanischen Stäbchen. Man findet sie vor sich auf dem Tisch
liegend und in der Zeit, in der man die Stäbchen nicht
benutzt, legt man sie wieder parallel zur Tischkante vor sich
hin. Zu den Stäbchen gehört ein kleines Bänkchen aus Keramik,
Hashi oki, auf dem die Spitzen der Stäbchen
abgelegt werden. Weiter findet man eine kleine Keramikschale,
in die später die Sojasauce gegossen wird. Zu Beginn einer
Sushi-Mahlzeit bekommt man in der Regel ein heißes Handtuch,
ein Oshibori, gereicht, mit dem man sich die
Hände und das Gesicht abwischen kann.
Sushi kann man mit den Händen oder mit Stäbchen essen. Egal
auf welche Weise, in beiden Fällen wird das in der Regel
bissgroße Stück Sushi aufgenommen und in die bereitstehende
Sojasauce getunkt. Hierbei ist zu beachten, dass nur die
Fischseite eingetaucht wird und niemals der Reis, der sonst
auseinanderfallen könnte (und das gilt als sehr unfein). Zudem
saugt sich der Reis zu schnell mit Sojasauce voll und diese
überdeckt den feinen Geschmack des Fisches dann restlos.
Nach dem Eintunken wird das Stück mit einem Biss gegessen.
Tipp
Sehr unhöflich ist es, mit den Stäbchen auf Dinge oder gar
Personen zu zeigen.
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Beim Essen mit Stäbchen gibt es einige Dinge, die in Japan
doch zu Missverständnissen führen können. So ist es sehr unhöflich,
mit den Stäbchen auf Personen zu zeigen; und auch die
Weitergabe eines Sushi von Stäbchen zu Stäbchen wird mindestens
Missfallen hervorrufen, da dies an einen japanischen Brauch
bei Beerdigungen erinnert.
Getränke
 | Sake · お酒 |
Traditionell
trinkt man grünen Tee oder japanischen Reiswein
zu Sushi. Aber auch ein Bier oder ein Glas Wein passen ganz
hervorragend.
Wer grünen Tee zu Sushi trinken möchte, kann ohne Bedenken
zu den gewöhnlichen japanischen Sorten wie Bancha
oder Sencha greifen. Ihr süßliches Aroma schmeckt
ganz ausgezeichnet zu rohem Fisch. Zur Zubereitung des grünen
Tees werden etwa eineinhalb bis zwei Teelöffel Tee pro Tasse
gerechnet. Dann wird Bancha kannenweise und
Sencha tassenweise mit kochendem Wasser aufgebrüht.
Japanischer Reiswein heißt Sake (お酒) und
wird aus fermentiertem Reis, Malz und Wasser hergestellt.
Sake hat einen Alkoholgehalt von 16 % bis 19 % und
ist in verschiedenen Variationen von süß bis trocken erhältlich.
Sake sollte kühl und trocken gelagert werden und
kann kalt oder warm getrunken werden. Zu Sushi wird der
Reiswein üblicherweise auf Körpertemperatur erwärmt bevor er
getrunken wird.
Wie trinkt man Sake?
Beim Einschenken die Gäste nach ihrer Wichtigkeit bedienen.
Sich selbst nicht nachschenken, sondern warten, bis der
Nachbar nachschenkt.
Den Sakebecher anheben, wenn nachgeschenkt wird.
Dem Einschenkenden vor dem Trinken zuprosten.
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Suppen
 | Misoshiru · 味噌汁 |
Eine
Suppe ist der ideale Einstieg in das Sushi-Vergnügen.
Möglicherweise eine klare Brühe, Suimono,
oder eine Miso-Suppe Misoshiru (味噌汁)
aus fermentierter Sojabohnenpaste. In jedem Fall werden
Suppen in Japan kochend heiß serviert und aus der Tasse
getrunken. Dabei wird die Temperatur beim Trinken durch
Schlürfen auf ein erträgliches Maß reduziert.
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