Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerWillkommen 

Willkommen

Tsu bezeichnet in Japan eine Person, die sich mit einer Sache ganz besonders gut auskennt und ein Sushi-Tsu ist somit ein Experte in Sachen Sushi. Dieses Dokument bietet alle Informationen für einen guten Start auf den langen Weg zum Sushi-Tsu.

Sushi? · 寿司?

Junichi Matsura, ein in Düsseldorf lebender japanischer Sushi-Meister, hat mir einmal mit einem Augenzwinkern erzählt, Sushi sei eine Art japanisches Fastfood. In der Tat sind Sushi kleine Häppchen, immer mit Reis und fast immer, aber nicht ausschließlich mit rohem Fisch - und ehe man sich versieht, sind die Häppchen weg.

Seit mich die Leidenschaft für Sushi gepackt hat, gehe ich, wann immer ich eine passende Gelegenheit finde, in die nächste Sushi-Bar und lasse mich vom Sushi-Chef mit seinen Köstlichkeiten verwöhnen. Und immer öfter versuchte ich mich selbst an der Zubereitung von Sushi.

Im Laufe der Zeit habe ich so eine Menge Wissen über Sushi gesammelt, welches ich hier nun zusammengefasst habe und hoffe, dass die vorliegenden Informationen auf reges Interesse bei Sushi-Liebhabern - und Lesern, die es werden wollen - stoßen.

Viel Spaß beim Lesen, Nachmachen und Genießen...

Grafik der Unterschrift von Michael


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerSUSHI & SASHIMI 

SUSHI & SASHIMI

Illustration von Japan
Japan · 日本
Japan ist ein von Meeren umgebenes Land und da liegt die Vermutung nahe, dass in Japan viel Fisch gegessen wird. Tatsächlich essen die Japaner Fisch in großer Menge und allen möglichen Variationen: gebacken, gekocht, gegrillt, frittiert und nicht zuletzt roh. Die japanische Insel ist dazu sehr bergig und das wenige Land, welches landwirtschaftlich genutzt werden kann, dient in der Regel dem Anbau von Reis. Diese zwei Umstände lassen es dann auch logisch erscheinen, dass in Japan die Kombination von Reis und rohem Fisch eine sehr beliebte Mahlzeit ist - Sushi. Daneben wird in Japan roher Fisch auch gänzlich ohne Beilagen gegessen. Diese Zubereitungsform heißt Sashimi.

SUSHI · 寿司

Sushi sind belegte oder gefüllte Häppchen aus Reis, welcher mit Essig gewürzt wurde. Die Häppchen werden in der Hauptsache mit frischem rohen Fisch belegt oder gefüllt. Daneben gibt es Sushi-Variationen mit Gemüse, Ei und vielem anderen mehr. Der Ursprung dieser Zubereitungsart für Fisch liegt in einem früherem Verfahren, rohen Fisch mit Hilfe gesäuerten Reises haltbar zu machen. Sushi gibt es in vielen Formen. Die zwei bekanntesten und beliebtesten Formen sind Nigiri-zushi und Maki-zushi. Nigiri-zushi werden mit der Hand aus dem Reis geformt und mit dem Fisch belegt. Bei Maki-zushi wird der Reis auf einer Bambusmatte ausgebreitet, mit dem Fisch belegt und dann gerollt. Sushi wird üblicherweise als vollständige Mahlzeit verzehrt.

Fotografie einer Sushiauswahl

SASHIMI · 刺身

Sashimi ist roher Fisch in dünne Scheiben geschnitten. Er wird kunstvoll angerichtet und ohne weitere Beilagen gegessen. Sashimi ist üblicherweise eine Vorspeise.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerSUSHI & SASHIMI 

Geschichte

Japanisches Sushi entwickelte sich vor einigen hundert Jahren aus einem Verfahren, frischen Fisch haltbar zu machen. Der eigentliche Ursprung dieser Methode ist allerdings nicht in Japan, sondern in anderen Regionen des südostasiatischen Raumes zu suchen. Um den frischen rohen Fisch mit Hilfe der Gärung haltbar zu machen, wurde er gesalzen und in Lagen von Reis gepresst. Mit Hilfe eines schweren Steines wurde der nötige Druck erzeugt. Noch Monate später konnte der so fermentierte Fisch gegessen werden. Der Reis wurde zunächst weggeworfen, später dann allerdings mitgegessen. Diese älteste Art Sushi gibt es heute noch und sie wird Nare-zushi (なれ鮨) genannt.

Erst Mitte des siebzehnten Jahrhunderts entdeckte man in Japan, dass man die Fermentation der Zutaten abkürzen konnte, indem man dem Reis Essig beigab. Auf Grundlage dieser Erkenntnis entstanden alle modernen Zubereitungsformen, bei denen man auf das Steingewicht verzichtet.

Wie damals lassen sich auch heute noch in der Hauptsache zwei verschiedene Sushi-Stile unterscheiden: Der Kansai-Stil aus Osaka in der Kansai-Region und der Edo-Stil aus Tokyo.

Die bekanntere Zubereitungstechnik für Sushi hat sich in der Region um Edo, wie Tokyo bis 1868 hieß, entwickelt. Dabei wurden Scheiben des in der Bucht von Edo frisch gefangenen Fisches als Belag für kleine Happen Reis verwendet, die mit der Hand gedrückt und geformt wurden. Diese Art Sushi nennt man Nigiri-zushi (握り寿司) und sie ist heute auf der ganzen Welt verbreitet.

In der Kansai-Region rund um Osaka, dem wirtschaftlichen Zentrums Japans, entwickelte sich eine Zubereitungstechnik, die heute weniger bekannt ist als der Edo-Stil. Dabei wird der Fisch zusammen mit dem Reis in eine Mulde gepresst und anschließend in Stücke geschnitten. Diese Zubereitungsform findet man unter dem Namen Oshi-zushi (押し寿司).

Kanji

Die ersten Kanji (Schriftzeichen aus China, die im fünften Jahrhundert von den Japanern übernommen wurden) für Sushi haben bereits 200 bis 300 Jahre vor Christus in China existiert. Heute sind in Japan mehrere Varianten in Gebrauch. Dabei macht die Zusammensetzung aus dem Kanji für Su und dem Kanji für Shi etwa drei Viertel der Verwendung aus. Beide Zeichen haben im wörtlichen Sinne keine Beziehung zu Sushi, Reis oder Fisch, sondern bedeuten "Glück" und "über etwas den Vorsitz führen":

Grafik von Kanji für Sushi

Ebenfalls noch recht häufig wird ein älteres Kanji für Sushi verwendet. Die linke Seite des Kanji steht hierbei für "Fisch", während die rechte Seite "köstlich" meint:

Grafik von Kanji für Sushi

Auch in dem eigenen japanischen Schriftsystem Kana, mit seinen beiden Silbenschriften Hiragana und Katakana, existieren entsprechende Schreibweisen für Sushi:

Grafik von Kanji für Sushi
Hiragana
Grafik von Kanji für Sushi
Katakana


 
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Wissenswertes

Gesundheit

Aus mehreren Gründen ist Sushi eine sehr gesunde Mahlzeit:

  • Sushi enthält fast die gleichen Nährwerte wie andere Lebensmittel, aber bedeutend weniger Fett.
  • Der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren im Fisch hilft, Schlaganfällen und Herzinfarkten vorzubeugen.
  • Reis lässt während der Verdauung den Blutzuckerspiegel langsamer steigen. Dadurch hält das Sättigungsgefühl länger an.

Sushi ist eine kalorienarme Mahlzeit. Zunächst liefert der Reis etwa 100 Kalorien pro 100 Gramm. Der Kalorienwert einer ganzen Sushirolle variiert abhängig von der Größe und dem Belag. Eine ganze Kappa-Maki (Gurkenrolle) hat etwa 100 Kalorien. Ein Stück einer California-Rolle (30 Gramm) schlägt mit ungefähr 35 bis 40 Kalorien zu Buche. Eine typische kleine Sushi-Mahlzeit, bestehend aus acht verschiedenen Nigiri und zwei Stücken einer dünnen Rolle (beispielsweise Kappa-Maki, Tekka-Maki), kommt auf etwa 450 kcal.


 
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Tipps

Etikette

Um Sushi auf traditionelle Weise genießen zu können, benötigt man die passenden Utensilien.

Fotografie von Essstäbchen
Hashi ·
Da wären zunächst die Hashi (箸), die japanischen Stäbchen. Man findet sie vor sich auf dem Tisch liegend und in der Zeit, in der man die Stäbchen nicht benutzt, legt man sie wieder parallel zur Tischkante vor sich hin. Zu den Stäbchen gehört ein kleines Bänkchen aus Keramik, Hashi oki, auf dem die Spitzen der Stäbchen abgelegt werden. Weiter findet man eine kleine Keramikschale, in die später die Sojasauce gegossen wird. Zu Beginn einer Sushi-Mahlzeit bekommt man in der Regel ein heißes Handtuch, ein Oshibori, gereicht, mit dem man sich die Hände und das Gesicht abwischen kann.

Sushi kann man mit den Händen oder mit Stäbchen essen. Egal auf welche Weise, in beiden Fällen wird das in der Regel bissgroße Stück Sushi aufgenommen und in die bereitstehende Sojasauce getunkt. Hierbei ist zu beachten, dass nur die Fischseite eingetaucht wird und niemals der Reis, der sonst auseinanderfallen könnte (und das gilt als sehr unfein). Zudem saugt sich der Reis zu schnell mit Sojasauce voll und diese überdeckt den feinen Geschmack des Fisches dann restlos. Nach dem Eintunken wird das Stück mit einem Biss gegessen.

Tipp
Sehr unhöflich ist es, mit den Stäbchen auf Dinge oder gar Personen zu zeigen.

Beim Essen mit Stäbchen gibt es einige Dinge, die in Japan doch zu Missverständnissen führen können. So ist es sehr unhöflich, mit den Stäbchen auf Personen zu zeigen; und auch die Weitergabe eines Sushi von Stäbchen zu Stäbchen wird mindestens Missfallen hervorrufen, da dies an einen japanischen Brauch bei Beerdigungen erinnert.

Getränke

Fotografie eines Getränks
Sake · お酒
Traditionell trinkt man grünen Tee oder japanischen Reiswein zu Sushi. Aber auch ein Bier oder ein Glas Wein passen ganz hervorragend.

Wer grünen Tee zu Sushi trinken möchte, kann ohne Bedenken zu den gewöhnlichen japanischen Sorten wie Bancha oder Sencha greifen. Ihr süßliches Aroma schmeckt ganz ausgezeichnet zu rohem Fisch. Zur Zubereitung des grünen Tees werden etwa eineinhalb bis zwei Teelöffel Tee pro Tasse gerechnet. Dann wird Bancha kannenweise und Sencha tassenweise mit kochendem Wasser aufgebrüht.

Japanischer Reiswein heißt Sake (お酒) und wird aus fermentiertem Reis, Malz und Wasser hergestellt. Sake hat einen Alkoholgehalt von 16 % bis 19 % und ist in verschiedenen Variationen von süß bis trocken erhältlich. Sake sollte kühl und trocken gelagert werden und kann kalt oder warm getrunken werden. Zu Sushi wird der Reiswein üblicherweise auf Körpertemperatur erwärmt bevor er getrunken wird.

Wie trinkt man Sake?
Beim Einschenken die Gäste nach ihrer Wichtigkeit bedienen.
Sich selbst nicht nachschenken, sondern warten, bis der Nachbar nachschenkt.
Den Sakebecher anheben, wenn nachgeschenkt wird.
Dem Einschenkenden vor dem Trinken zuprosten.

Suppen

Fotografie einer Suppe
Misoshiru · 味噌汁
Eine Suppe ist der ideale Einstieg in das Sushi-Vergnügen. Möglicherweise eine klare Brühe, Suimono, oder eine Miso-Suppe Misoshiru (味噌汁) aus fermentierter Sojabohnenpaste. In jedem Fall werden Suppen in Japan kochend heiß serviert und aus der Tasse getrunken. Dabei wird die Temperatur beim Trinken durch Schlürfen auf ein erträgliches Maß reduziert.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZutaten 

Zutaten

Die Zutatenliste für Sushi ist äußerst vielfältig und umfangreich, daher werden in diesem Kapitel die am häufigsten verwendeten Zutaten für Sushi vorgestellt. Der Text sollte für alle interessant sein, die wissen wollen, was sie essen, und all diejenigen, die ihre Einkaufsliste für das selbstgemache Sushi vorbereiten wollen.

Fotografie einer Auswahl von Zutaten

Grundlage für die Zubereitung von Sushi ist Reis. Alles Wissenswerte über Reis ist im ersten Abschnitt zusammengefasst. Und obwohl es auch Sushi ohne Fisch gibt, ist Fisch - meist in der rohen Form - eine der wichtigsten Zutaten. Daher werden die verschiedenen Fische auch in einem eigenen Abschnitt vorgestellt. Als nächstes folgen alle weiteren Meeresfrüchte, die häufig zu Sushi verarbeitet werden und schließlich eine Liste aller übrigen, nicht weniger wichtigen Zutaten.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZutaten 

Reis · イネ

Der japanische Name für Reis ist Kome oder Gohan (ご飯) für gekochten Reis und es gibt Sushi ohne Fisch, aber keinesfalls Sushi ohne Reis. Der Geschmack und die Beschaffenheit des Reises sind von zentraler Bedeutung für die Qualität des Sushi. Da Reis heutzutage in vielen Gegenden der Erde angebaut wird, ist er in unzähligen Variationen erhältlich. Der geeignetste Reis für Sushi ist weißer, geschälter Rundkornreis. In keinem Fall kann ungeschälter Reis verwendet werden. Oft ist japanischer Reis erhältlich, der speziell für die Verwendung als Sushi-Reis gekennzeichnet ist. Ungeeignet ist der extrem stärkehaltige asiatische Klebreis.

Fotografie von Reis


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZutaten 

Fisch · 魚

Fisch, der für Sushi verwendet werden soll, muß vor allem frisch sein, da er in den meisten Fällen roh verarbeitet und gegessen wird. Zwar ist die Verwendung von tiefgefrorenem Fisch möglich, aber wegen des besseren Geschmacks von frischem Fisch nicht unbedingt zu empfehlen. Wie erkennt man nun frischen Fisch? Um es mit den Worten eines bekannten deutschen Fernsehkoches zu sagen: "Wenn Sie den Fisch schütteln und die Gräten fallen heraus, dann sollten Sie ihn nicht mehr nehmen". Ganz so einfach ist es allerdings nicht, frischen Fisch zu erkennen.

Wichtig
Süßwasserfisch sollte nicht roh zu Sushi verarbeitet werden, da insbesondere Süßwasserfisch Parasiten enthalten kann.

Die Frische von Fisch, der am Stück gekauft wird, erkennt man unter anderem daran, daß die Augen klar, nicht trübe oder blutunterlaufen sind und das Fleisch fest und elastisch ist, das heißt bei leichtem Druck mit dem Finger gibt es nach und findet nach dem Loslassen wieder in die ursprüngliche Form. Die Schuppen von frischem Fisch glänzen und die Kiemen sind rot. Frischer Fisch riecht keinesfalls nach Fisch.

Frischer Fisch muss so bald wie möglich verarbeitet, dass heißt im Falle von Sushi ausgenommen und filetiert, werden. Der verarbeitete Fisch sollte danach kühl zum baldigen Verzehr aufbewahrt werden. Wenn der Fisch länger als einen halben Tag aufbewahrt werden soll, ist es empfehlenswert ihn in Plastikfolie einzuwickeln, da er sonst austrocknet.

Prinzipiell kann fast jeder Fisch zur Zubereitung von Sushi verwendet werden. Allerdings haben sich einige Fischarten als besonders geeignet und schmackhaft erwiesen und werden daher im Folgenden kurz vorgestellt.

Thunfisch (Maguro) · 鮪

Illustration eines Thunfischs
Thunfisch
Thunfisch ist ein mit den Makrelen verwandter Fisch, der in der Hauptsache in etwa 200 Metern Tiefe in den warmen Gewässern des Atlantik und des Pazifik gefangen wird. Fast jeder Teil des Fisches kann roh gegessen werden. Die Stücke sind von dunkelroter Farbe und erinnern an Rindfleisch. Thunfisch ist der beliebteste Sushi-Belag.

Kenner bevorzugen die fetteren Thunfischstücke, die vor allem von der Bauchseite stammen, wegen ihres intensiveren Geschmacks. In der Regel gilt, je fetter das Stück Thunfisch, desto besser ist es. Daher wird das fette Thunfischfleisch auch in drei Sorten unterteilt: fett (toro), mittelfett (chu toro) und sehr fett (otoro). Je fetter das Fleisch, desto heller wird die Farbe.

Thunfisch zählt zu den Fettfischen und hat bis zu 260 Kalorien pro 100 Gramm. Er liefert neben Jod und Vitamin A vor allem wertvolle essentielle Fettsäuren.

Lachs (Sake) · 鮭

Illustration eines Lachs
Lachs
Lachs kommt heute in der Hauptsache im Pazifik vor. Der Fisch verbringt lange Zeit seines Lebens im Meer und sucht sich dann seinen Weg gegen den Strom eines Flusses, um zu laichen. Lachs wurde früher nicht roh, sondern leicht geräuchert oder mariniert zu Sushi verarbeitet. Inzwischen wird Lachs aber auch roh verwendet. Das Fleisch hat eine hellrote bis orangene Farbe und einen etwas süßlichen Geschmack.

Auch Lachs enthält wertvolle Fettsäuren und in seinem Fett sind außerdem die Vitamine A, D, E und reichlich Kalium, Fluor und Jod enthalten.

Makrele (Saba) · 鯖

Illustration einer Makrele
Makrele
Die Makrele ist ein öliger Fisch mit weichem Fleisch. Die beste Zeit für die Makrele ist der Oktober oder November, wenn das Fleisch besonders fett und geschmacksintensiv ist.
Obwohl die Makrele und der Thunfisch zur selben Familie gehören, haben die beiden Fische geschmacklich nicht sehr viel gemeinsam. Im Gegensatz zum leichten, unaufdringlichen Geschmack des Thunfisches ist der Geschmack der Makrele sehr viel intensiver.

Gelbschwanz (Buri) · 鰤

Illustration eines Gelbschwanz
Gelbschwanz
Der japanische Gelbschwanz gehört zu den Stachelmakrelen und ist eng mit dem Thunfisch verwandt. Buri, der erwachsene Fisch, und Hamachi (ハマチ), der junge Fisch, haben eine goldene Farbe und werden in Japan in speziellen Fischfarmen gezüchtet. Außerhalb Japans ist es recht schwierig, echten japanischen Gelbschwanz zu bekommen.

Seebarsch (Suzuki) · 鱸

Illustration eines Seebarschs
Seebarsch
Der ausgewachsene japanische Seebarsch wird Suzuki genannt und ist dann über 60 cm lang. Sein weißes Fleisch ist besonders schmackhaft in den Sommermonaten.

Seebrasse (Tai) · 鯛

Illustration einer Seebrasse
Seebrasse
Über einhundert Variationen dieses karpfenartigen Fisches sind bekannt. Einige japanische Arten davon sind Ma-dai, Chi-dai, Kuro-dai, Ishi-dai und Renko-dai. Neben der Verwendung als Sushi-Fisch sind Brassen auch gegrillt sehr schmackhaft.

Aal (Unagi) · 鰻

Illustration eines Aals
Aal
Aal ist in Japan in vielfältigen Zubereitungsformen sehr beliebt und wird auch als Zutat für Sushi verwendet. Unagi wird allerdings niemals roh verzehrt, sondern immer erst gegrillt und dann in Marinade eingelegt. Aal hat einen vollen Geschmack und eine nussbraune Farbe. Da der Aal bereits mariniert ist, wird er nicht mehr in die Sojasauce getunkt.

Seeaal (Anago) · 穴子

Illustration eines Seeaals
Seeaal
Seeaal wird ähnlich wie der Frischwasseraal nicht roh verwendet, sondern erst gekocht, dann gegrillt und ebenfalls mariniert. Anago ist eine sehr ergiebige Quelle für tierisches Fett.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZutaten 

Andere Meeresfrüchte · 魚貝類

Abgesehen von Fisch gibt es noch eine Menge anderer Meeresfrüchte, die gerne für Sushi verwendet werden. Darunter finden sich Schalentiere und Fischrogen. Genau wie Fisch sollten die anderen Meeresfrüchte möglichst frisch sein. Besonders Muscheln sollte man unbedingt nur lebend verwenden. Ob eine Muschel noch lebt, erkennt man unter anderem daran, dass sie gleichmäßig geformt, ohne Risse und dicht geschlossen ist. Die Muschel sollte sich beim Anheben schwer anfühlen und keinesfalls im Wasser oben schwimmen.

Allgemein gilt die Regel, die Zutaten nur von einem Händler zu beziehen, bei dem man sich unbedingt auf die Frische der Zutaten verlassen kann.

Abalone (Awabi) · 鮑

Die Abalone ist eine Seeschnecke aus der Familie der Haliotidae mit gräulichem Fleisch, die roh gegessen werden kann. Da das Fleisch der männlichen Abalone etwas fester ist, wird es für die Sushi-Zubereitung meist bevorzugt. Gegessen wird der Saugmuskel der Abalone und dieser ist, genau wie anderes Muskelfleisch, sehr fest.

Garnele (Ebi) · 海老

Illustration einer Garnele
Garnele (Ebi/Ama ebi)
Garnelen werden für Sushi gekocht (Ebi) oder roh (Ama ebi (甘海老)) verwendet. Vor allem die rohen Ama ebi gelten als Delikatesse.

Krebs (Kani) · 蟹

Illustration eines Krebs
Krebs (Kani)
Krebsfleisch wird nicht roh sondern gekocht verarbeitet. Gewöhnlich werden Königskrebse aus Alaska für Sushi verwendet. Da Krebsfleisch eine echte Delikatesse ist, wird es oft durch Surimi (すり身), ein Imitat, ersetzt. Die Surimi-Stäbchen haben in Japan eine jahrhundertealte Tradition und bestehen aus Fischfleisch, Gewürzen und Stärke.

Kalmar (Ika) · 烏賊

Illustration eines Kalmars
Kalmar (Ika)
Kalmare sind Schalentiere ohne Muschel mit Tentakeln und schwimmen frei im Meer. Sie kommen in verschiedensten Größen vor, von nur wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern Länge. Kalmare bilden die Gruppe der zehnarmigen Tintenfische. Mehr als achtzig Prozent Ihres weißen, glänzenden Fleisches ist genießbar. Als Belag für Sushi werden Stücke Ihres Körpers (Ika) verwendet. Früher wurde Kalmar nur gekocht zu Sushi oder Sashimi verarbeitet. Moderne Kühlverfahren machen es heutzutage aber möglich, den Kalmar auch roh zu verwenden. Die Tentakeln (Geso) können gegrillt werden oder als Zugabe für einen Salat benutzt werden.

Krake (Tako) · 章魚

Den Kraken findet man im Pazifik und seine burgundroten Tentakel sind äußerst proteinhaltig. Kraken sind eine Teilgruppe der achtarmigen Tintenfische. Der Krake wird immer gekocht, bevor seine Tentakeln in sehr dünne Scheiben geschnitten werden. Sein weißes Fleisch ist bissfest mit einem unaufdringlichen Geschmack.

Seeigelrogen (Uni) · 雲丹

Der Seeigel ist ein Schalentier, dessen Rogen eine Delikatesse ist. Der Igel wird an der Unterseite geöffnet und das Innere ausgelassen. Was an der Oberseite der Schale übrigbleibt, ist der Rogen, der gegessen wird. Der gelbliche Rogen hat einen frischen, nussigen Geschmack.

Lachsrogen (Ikura) · イクラ

Die grossen orangenen Eier vom Lachs werden manchmal auch als roter Kaviar bezeichnet und sind eine oft verwendete Zutat für Sushi. Frischen Lachsrogen erkennt man an seiner orangen Farbe und der glatten Oberfläche.

Fotografie von Lachsrogen

Fliegenfischrogen (Tobiko) · とびこ

Tobiko sind kleine orangene Eier des Fliegenfischs, die in der Hauptsache salzig schmecken. Tobiko wird auch gerne als Dekoration benutzt.

Fotografie von Fliegenfischrogen


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZutaten 

Weitere Zutaten

Essig (Su)

Reisessig ist ohne Zweifel das wichtigste Gewürz bei der Sushi-Zubereitung. Man sollte unbedingt Reisessig verwenden, da Wein- oder Apfelessig einen viel zu intensiven Geschmack haben - sie würden alles andere geschmacklich überdecken. Der Reisessig wird benutzt, um den gekochten Reis zu würzen. Auch läßt sich damit der rohe Fisch desinfizieren.

Hinweis
Oft findet man bereits mit Zucker und Salz gemischten Reisessig als Sushi-zu speziell für die Zubereitung von Sushi-Reis.

Ingwer (Gari) · ガリ

Fotografie von einer Ingwerwurzel
Wurzel
Ingwer spielt eine wichtige Rolle in der gesamten japanischen Küche und so auch bei der Sushi-Zubereitung. Eingelegter Ingwer wird immer zu Sushi gereicht und in der Regel zwischen den einzelnen Happen gegessen, um den Geschmack im Mund zu neutralisieren, so dass jeder Bissen neu zur Geltung kommen kann.

Der in hauchdünne Scheiben geschnittene und eingelegte Ingwer wirkt sehr verdauungsfördernd und anregend.

Fotografie von eingelegtem Ingwer

Meerrettich (Wasabi) · ワサビ

Fotografie von einer Wasabiwurzel
Wurzel
Japanischer Meerrettich ist von grüner Farbe und sehr viel aromatischer als der europäische. Daher ist es auch nicht möglich, Wasabi durch europäischen Meerrettich zu ersetzen. Frischer Wasabi, der zur Verwendung mit einer Reibe fein gerieben wird, ist bei uns fast unmöglich zu bekommen. Dafür gibt es ihn aber als Pulver oder aus der Tube. Wasabi-Pulver wird mit Wasser zu einer dicklichen Paste verrührt, aus der Tube kann er ohne weitere Behandlung direkt verwendet werden. Wasabi ist unbedingt notwendig für Nigiri-zushi und wird von vielen Leuten als Zusatz zur Sojasauce geschätzt. Dabei wird eine kleine Menge Wasabi in die Sojasauce, gerührt bevor diese als Dip für die Sushi gereicht wird. Allerdings ist bei der Verwendung von Wasabi Vorsicht geboten, da der japanische Meerrettich ähnlich dem unseren nichts an Schärfe zu wünschen übrig lässt.

Fotografie von geriebenem Wasabi

Seetang (Nori/Kombu) · 海苔/昆布

Nori (海苔) werden für gerollte Sushi benötigt. Diese Nori werden aus klein geschnittenem getrocknetem Seetang gepresst. Sie sind leicht geröstet und schmecken dezent salzig. Nori wird auch verwendet, um bei Nigiri-zushi einen Trichter für die verschiedenen Arten von Fischeiern bilden zu können (Gunkan-Stil).

Fotografie von Seetang

Kombu (昆布) dagegen ist eine bestimmte Sorte Seetang, die, in ganzen Stücken getrocknet, zum Kochen verwendet wird. Kombu ist reich an Kalzium, Jod und Eisen und enthält natürliches Glutamat, das geschmacksverstärkend wirkt. Kombu sollte nicht gewaschen, sondern mit einem feuchten Tuch abgerieben werden, da das weisse Pulver auf der Blattoberfläche einen wesentlichen Teil des Geschmacks ausmacht. Der Jodgehalt von Kombu ist so hoch, dass er nicht in zu großen Mengen gegessen werden sollte.

Fotografie von Seetang

Sesam (Goma) · ゴマ

Sesamsamen werden bei einigen Sushi zur Verfeinerung benutzt. Vor allem bei den verschiedenen Maki-zushi wird Sesamsamen verwendet. Zusammen mit Vanille- oder Grüner-Tee-Eis ergibt sich auch ein einfacher, leckerer Nachtisch.

Fotografie von hellem Sesam
Fotografie von dunklem Sesam

Sojasauce (Shoyu) · 醤油

Sojasauce gibt es in zwei verschiedenen Variationen, als helle und als dunkle Sauce. Zu Sushi wird die dunkle Variante serviert. Die Sojasauce wird zu Beginn des Essens in eine kleine Schale gefüllt, eventuell mit etwas Wasabi vermischt und dann als Dip für die einzelnen Sushi-Happen verwendet.

Fotografie von Sojasauce

Reiswein (Mirin) · みりん

Mirin (みりん) ist ein süßer Wein, der aus verschiedenen Reissorten hergestellt wird und in der Küche oft für Marinaden benutzt wird. Es gibt zwei Arten von Reiswein, hon mirin und shin mirin, mit einem leicht unterschiedlichen Geschmack. Zur Sushi-Zubereitung können beide Sorten genommen werden.

Fotografie von Reiswein

Tofufladen (Aburaage) · 油揚げ

Fritierte Tofufladen werden für Inari-zushi (稲荷寿司) benötigt. Dafür werden die Tofufladen gesüsst und mit dem gesäurten Reis gefüllt.

Fotografie von Tofufladen

Bonito-Flocken (Katsuo-bushi) · 鰹節

Bonito ist ein mit dem Thunfisch verwandter Fisch. Wegen seines eigenwilligen Geschmacks wird der Fisch kaum als Sushi-Belag verwendet. In der japanischen Küche werden jedoch sogenannte Bonito-Flocken (Katsuo-bushi) als Würzmittel benutzt. Zu ihrer Herstellung wird der Bonito zunächst gekocht. Anschliessend wird der Fisch mehrmals geräuchert und getrocknet, bis er sehr hart geworden ist. Mit einem speziellen Werkzeug werden dann die Flocken von dem Fisch geschabt. Die Flocken sind unter anderem eine der beiden Grundzutaten für Dashi-Brühe.

Fotografie von Bonitoflocken

Shichimi tōgarashi

Der Hauptbestandteil dieser sehr pikanten Gewürzmischung ist Chili-Pfeffer. Dazu kommt noch Orangenschale, Seetang und Sesamsamen. Togarashi ist ein Tischgewürz und verleiht Suppen und Nudeln ein pikante Note.

Fotografie von Togarashi


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubehör 

Zubehör

Das benötigte Zubehör für die Zubereitung von Sushi sieht auf den ersten Blick sehr speziell aus. Aber die meisten Werkzeuge können durch Utensilien, die sich bereits in einer gut ausgerüsteten Küche finden, einfach ersetzt werden. Zwei Dingen sollte man dabei aber Beachtung schenken: Erstens sollten Werkzeuge aus Metall so weit als möglich vermieden werden, da der Essig und Metall zusammen den Geschmack des fertigen Gerichtes wesentlich verändern. Zweitens sollten alle Gerätschaften aus Holz oder Bambus neu sein oder bisher nur für die Zubereitung von Sushi benutzt worden sein, da diese zwei Materialien den Geschmack und den Geruch der bearbeiteten Zutaten annehmen und den endgültigen Geschmack dadurch negativ beeinflussen können.

Fotografie einer Auswahl von Zubehör

Im folgenden Text werden die verschiedenen Gerätschaften zur Behandlung von Reis und Fisch vorgestellt, sowie eine Liste aller übrigen Utensilien, die zur erfolgreichen Zubereitung von Sushi nötig sind.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubehör 

Reis · イネ

Schüssel (Hangiri) · 半切

Fotografie einer Schüssel
Hangiri · 半切
Eine große, flache Schüssel aus Zedernholz wird in Japan benutzt, um den gekochten Reis mit der Essigmischung zu vermengen. Die große Oberfläche sorgt für die nötige schnelle Abkühlung des Reises und das Holz nimmt die überschüssige Menge Flüssigkeit auf. Das Holz sollte vor dem Gebrauch mit Essigwasser abgerieben werden, um das Ankleben des Reis zu verhindern.

Spatel (Shamoji) · しゃもじ

Fotografie eines Spatels
Shamoji · しゃもじ
Ein flacher, großer Holzlöffel hilft beim Umrühren des Reises nach dem Kochen. Ebenso wie bei jedem anderen Gerät aus Holz kann mit Essigwasser verhindert werden, dass der Reis am Spatel hängenbleibt.

Fächer (Uchiwa) · うちわ

Fotografie eines Fächers
Uchiwa · うちわ
Um den Vorgang des Abkühlens zu beschleunigen, wird dem gekochten Reis mit einem Fächer Luft zugefächelt. Traditionell wird in Japan ein runder Papierfächer, der Uchiwa, benutzt.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubehör 

Fisch · 魚

Messer (Yanagiba) · 柳刃

Fotografie eines Messers
Yanagiba · 柳刃
Zur Fischverarbeitung für Sushi und Sashimi benutzen die japanischen Meister ein spezielles Messer, dessen Form an ein Weidenblatt erinnert, was auf japanisch als Yanagi bezeichnet wird. Es hat eine ungefähr 20 bis 25 cm lange schmale Klinge, die nur auf einer Seite geschliffen ist. Daher gibt es diese Messer immer in einer Rechts- und Linkshändervariante.

Schneidbrett

Zum Zerlegen des Fisches, und zum Schneiden des Gemüses und der fertigen Sushi ist ein Schneidbrett unerlässlich. Am besten eignen sich natürlich Schneidbretter aus Holz.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubehör 

Weiteres Zubehör

Bambusmatte (Makisu) · 巻き簀

Fotografie einer Bambusmatte
Makisu · 巻き簀
Die Matte aus feinen Bambusstäbchen benötigt man für die Herstellung von Maki-zushi. Die Matte ist unerlässlich, um alle dafür nötigen Zutaten mit dem Reis in ein Nori-Blatt einwickeln zu können.

Messer (Hocho) · 包丁

Fotografie eines Messers
Santoku Hocho · 包丁
Für die Zubereitung zu Hause reicht es, zwei oder drei verschiedene Messer bereit zu haben, obwohl professionelle Sushi-Köche eine große Anzahl verschiedener Messer ihr eigen nennen und für fast jeden Zweck ein bestimmtes Messer benutzen. Es empfiehlt sich, ein langes, schmales Messer für das Zerlegen der Fische bereit zu halten und ein kürzeres Messer mit einer möglichst breiten Klinge für alle anderen Schneidarbeiten.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubereitung 

Zubereitung

Die Zubereitung von Sushi erfordert genauso Kreativität wie handwerkliches Geschick. Damit die Sushi hervorragend schmecken und dazu noch wunderbar aussehen, ist zunächst viel Übung erforderlich um die Grundtechniken zu beherrschen. Auch wenn es zu Beginn nicht sofort klappen sollte - nach genügenden Versuchen wird der Reis mit dem richtigen Druck zusammengepresst, werden die Nigiri-zushi oval und gleichmäßig und die Maki-zushi rund statt eckig.

Im ersten Abschnitt dieses Kapitels finden sich alle nötigen Handgriffe für die Vorbereitung der nötigen Zugaben wie Wasabi, Gari oder Goma. Weiter geht es mit der richtigen Technik zum Zerlegen des Fisches und der wichtigen Reiszubereitung.

Anschließend wird die Herstellung der verschiedenen Sushi-Arten - Nigiri-zushi, Maki-zushi, Temaki-zushi, Chirashi-zushi - beschrieben.


 
Abschnitt 15 von 37

 

Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubereitung 

Vorbereitung

Damit die eigentliche Zubereitung der Sushi möglichst reibungslos vor sich geht, bietet es sich an, einige grundlegenden Zutaten vorzubereiten.

Ingwer (Gari)

Eingelegten Ingwer können wir leicht selbst zubereiten, wie das folgende Rezept zeigt. Der Ingwer hält sich in der Marinade gekühlt etwa sechs Monate.

Eingelegter Ingwer
ZutatenZubereitung
4 Stück Ingwer
½ Liter Essig
350 Gramm Zucker
Salz
Zunächst die vier Stücke frischen Ingwer schälen und in möglichst dünne Scheiben schneiden. Dann den Ingwer etwa eine Minute in kochendes Wasser geben - nicht zu lange, da er sonst seine Schärfe verliert - und anschließend in ein Sieb abgießen. Mit kaltem Wasser abschrecken und trockentupfen. Einen halben Liter Essig mit 350 g Zucker und einem Teelöffel Salz mischen und mit einem Liter kochendem Wasser übergießen. Die Marinade abkühlen lassen und den Ingwer darin mindestens einen Tag ruhen lassen. Erst kurz vor dem Servieren herausnehmen.

Meerrettich (Wasabi)

Frischen japanischen Meerrettich schälen wir und verarbeiten ihn mit einer feinen Reibe zu Mus. Meerrettichpulver rühren wir mit etwas Wasser zu einer dicklichen Paste an und grünen Meerrettich aus der Tube schließlich können wir direkt verwenden.

Seetang (Nori)

Seetangblätter gewinnen an Geschmack wenn wir sie etwas rösten. Dadurch wird auch ihre zähe Konsistenz deutlich gemildert. Am Besten ziehen wir die Nori zügig über eine heiße Herdplatte oder über eine offene Flamme. Alternativ können wir die Blätter auch kurz in einen vorgeheizten Ofen geben. Die gerösteten Seetangblätter haben eine merklich hellere Farbe als die unbehandelten Blätter.

Hinweis
Oft werden Nori speziell für die Zubereitung von Sushi verkauft und sind dann bereits geröstet.

Sesam (Goma)

Auch der sehr aromatische Sesamsamen gewinnt nocheinmal etwas wenn wir ihn leicht rösten. Da der Samen von Natur aus viel Öl enthält, können wir ihn leicht ohne zusätzliches Fett in einer Pfanne rösten. Sobald er eine goldbraune Farbe angenommen hat, müssen wir ihn sofort aus der Pfanne nehmen.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubereitung 

Fisch

Die Japaner unterscheiden zwei Methoden, einen Fisch zu zerlegen: sanmai oroshi für drei und gomai oroshi für fünf Teile. Da die zweite Methode nur für flache oder sehr große Fische geeignet ist und für uns daher hauptsächlich die erste Methode in Frage kommt, ist diese hier beschrieben.

Tipp
Beim Schneiden des Fisches sollte man das Messer nach jedem zweiten oder dritten Schnitt kurz in kaltes Essigwasser tauchen. Dadurch bleibt das Fischfett nicht am Messer haften.

Zum Entfernen der Fischschuppen halten wir den Fisch am Schwanz, setzen das Messer flach an und schaben die Schuppen zum Kopf hin ab. Um die Festigkeit des Fleisches zu erhalten, vermeiden wir es, den Fisch am Körper festzuhalten. Während des Schabens reiben wir den Fisch öfter zwischendurch mit gesalzenem Wasser ab.

Dreiteilung (Sanmai oroshi)

Mit dieser Methode erhalten wir am Ende drei Teile Fisch: Je ein Filet links und rechts und das Skelett.

1. Um den Kopf zu entfernen, legen wir den Fisch auf die Seite und setzen das Messer hinter den Seitenkiemen an. Vom Bauch her trennen wir quer den Kopf ab.
2. Beginnend von vorne schneiden wir den Bauch bis zur Bauchflosse hin auf und entfernen gründlich die Eingeweide. Den Fisch säubern wir anschließend unter fließendem Wasser.
3. Indem wir eine Hand leicht auf den Fisch legen und mit dem Messer am Rücken entlang zum Schwanz schneiden, erhalten wir das erste Filet. Dabei sollte das Messer am Brustkorb streifen.
4. Nun wenden wir den übrigen Fisch und lösen auf die selbe Weise auch das zweite Filet.
5. Zuletzt tasten wir die Filets vorsichtig auf Gräten ab und entfernen diese.

Aal/Seeaal (Unagi/Anago)

Aal kaufen wir am besten bereits fertig zerlegt als Filet. Wir müssen ihn dann nur noch wie im folgenden Rezept beschrieben marinieren und grillen.

Gegrillter Aal
ZutatenZubereitung
Aal Filets
3 Teile Reiswein
1 Teil Zucker
Für die Marinade drei Teile Reiswein mit einem Teil Zucker vermengen. Die Aal Filetstücke in zwei bis drei Scheiben schneiden. Nun die Hautseite, dann die Innenseite der Filets grillen. Jetzt die Stücke etwa 5 Minuten über starker Hitze dämpfen, dann mit der Marinade bestreichen. Abschließend den Aal nochmals grillen und dabei mit Marinade bestreichen.

 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubereitung 

Andere Meeresfrüchte

Abalone (Awabi)

Im Gegensatz zu vielen anderen Muscheln, die nur zu bestimmten Jahreszeiten verzehrt werden sollten, kann die Abalone das ganze Jahr über gegessen werden. Wichtig ist, dass die Abalone bis kurz vor der Verarbeitung am Leben bleibt. Nur so können wir sie roh für Sushi verwenden. Wenn sich das Fleisch der Muschel bei Berührung leicht zusammenzieht, können wir sicher sein, dass die Abalone noch am Leben ist.

Essbar an der Abalonemuschel ist der Saugfuß, den wir aus der Schale lösen und mit einer Bürste und viel Salz reinigen. Danach spülen wir die Abalone unter fließendem Wasser ab. Mit einem scharfen Messer entfernen wir nun den dunklen Rand um das Fleisch herum und schneiden den Muskel anschließend schräg in Scheiben.

Kalmar (Ika)

Um die Tentakeln und die Eingeweide des Kalmar zu entfernen, fassen wir die Tentakeln fest an ihrer Basis mit der einen Hand und ziehen mit der anderen Hand kräftig am Körper. Wenn sich die Tentakeln gelöst haben entfernen wir vorsichtig die Flossen. Danach müssen wir noch die äußere Haut des Kalmarkörpers entfernen. Die Innereien, Flossen und die Haut verwenden wir nicht. Zuletzt waschen wir den Körper und trocken ihn etwas ab, bevor wir ihn in Scheiben schneiden.

Tipp
Es empfiehlt sich die Hände und den Kalmar immer wieder mit Salz einzureiben und damit rutschfest zu machen.
Die rohen Stücke Kalmar sind sehr bissfest. Deshalb die Scheiben mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden.

Garnelen (Ebi)

Die Garnelen für Sushi sollten ohne Kopf etwa fünf bis sechs Zentimeter lang sein. Zuerst entfernen wir den Kopf der Garnelen und waschen sie sehr gründlich ab. Nun entfernen wir den Darm und spießen die Garnele zwischen Schale und Gelenken auf ein Stäbchen auf, damit sie beim Kochen gerade bleibt. In einem Topf bringen wir Wasser zum Kochen und legen die Garnelen hinein. Die Garnelen sind gar, wenn sie an die Oberfläche steigen. Dann schrecken wir sie sofort in eisgekühltem Wasser ab und entfernen die Stäbchen. Jetzt lösen wir die Garnelen aus ihrer Schale, wobei wir den Schwanz ganz lassen. Zuletzt schneiden wir die Garnelen am Bauch entlang auf, ohne den Rücken zu durchtrennen und drücken die aufgeklappte Garnele mit den Fingern flach.


 
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Reis

Dem Reis kommt beim Sushi eine ganz besondere Bedeutung zu und damit auch seiner Zubereitung. Der fertige Sushi-Reis sollte leicht kleben, so dass sich kleine Happen formen lassen, die nicht sofort auseinanderfallen. Auf der anderen Seite soll der Reis im Mund zergehen, ohne dass er zerdrückt oder gar zerbissen werden muß.

Dies erreichen wir am besten mit der traditionellen Zubereitungsweise für Sushi-Reis: Der Reis wird dämpfend gegart und anschließend mit einer Essigwürzmischung vermengt und dabei möglichst schnell auf Körpertemperatur abgekühlt.

Etwa eine Stunde bevor wir anfangen wollen, den Reis zu kochen, beginnen wir damit, den Reis abzuwaschen. Dazu füllen wir kaltes Wasser in eine Schüssel und geben den Reis hinein. Durch Umrühren werden etwaige Rückstände von den Reiskörnern gewaschen. Das getrübte Wasser gießen wir ab und ersetzen es durch frisches. Diesen Vorgang wiederholen wir solange, bis das Wasser klar bleibt. Anschließend gießen wir das Wasser ab und lassen den Reis mindestens eine halbe Stunde trocknen und ruhen.

Fotografie eines Reiskochers
Nun benötigen wir einen Topf mit dicht schließendem Deckel. Den gewaschenen Reis geben wir zusammen mit Wasser und einem Streifen Kombu in den Topf und bringen das Ganze bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze zum Kochen. Auf eine Tasse Reis verwenden wir etwa eineinfünftel Tassen Wasser. Kurz vor dem Aufkochen entfernen wir den Seetang. Sobald der Reis kocht, wechseln wir auf niedrige Hitze und lassen den Reis etwa 10 Minuten dämpfen. Während des ganzen Vorganges sollten wir den Deckel des Topfes nicht abnehmen.

Während der Reis dämpft, können wir die Essigwürzmischung zuzubereiten. Ein gute Basis für den Würzessig ist das folgende Rezept. Es ist ausreichend für ungefähr fünf Tassen ungekochten Reis.

Würzessig
ZutatenZubereitung
8 Esslöffel Reisessig
4 Esslöffel Zucker
(nur die halbe Menge für Nigiri-Sushi)
1 Teelöffel Salz
Alle Zutaten solange miteinander verrühren, bis sich das Salz und der Zucker aufgelöst haben. Um den Würzessig für den eigenen Geschmack anzupassen verändert man am besten die Zuckermenge.

Hat der Reis etwa 10 Minuten gedämpft, nehmen wir den Topf ganz von der Hitze und lassen den Reis - immer noch mit geschlossenem Deckel - wiederum 10 Minuten stehen.

Fotografie der Reiszubereitung
Nach insgesamt 25 Minuten ist der Reis fertig und sollte sofort mit der Essigwürzmischung vermengt werden. Dazu nehmen wir eine flache Holzschüssel, in die wir den gekochten Reis füllen. Darüber geben wir unsere vorbereitete Würzmischung und beginnen alles mit einem Holzspatel zu vermengen.

Um eine möglichst schnelle Abkühlung des Reises zu erzielen, ist es notwendig, während des Würzens den Reis mit einem Fächer zu kühlen.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubereitung 

Nigiri-zushi · 握り寿司

Für Nigiri-zushi wird der Reis mit der Hand zu einem ovalen Klößchen geformt, mit Wasabi bestrichen und mit Fisch belegt. Dabei ist es besonders wichtig, auf eine ausgewogenene Menge Fisch und Reis zu achten.

Wir benötigen Reis, Fisch und Wasabi. Zur Verarbeitung brauchen wir ein Schneidbrett und ein scharfes Messer und stellen uns noch eine Schale mit kaltem Essigwasser bereit.

Fotografie der Fischzubereitung Zunächst schneiden wir von unserem Fischfilet einige Scheiben ab. Dazu legen wir das Fischfilet quer vor uns auf das Schneidbrett. Nun setzen wir das Messer etwa eineinhalb Zentimeter vom Rand entfernt gerade an und schneiden diagonal, zum Rand hin, die Scheibe herunter.

Nun können wir die Nigiri-zushi formen:

1. Wir benetzen zunächst unsere Hände ausreichend mit dem Essigwasser.
2. Mit der rechten Hand nehmen wir etwas Reis und formen damit ein längliches Klößchen.
3. Nun nehmen wir mit der linken Hand vorsichtig den Fisch und legen ihn auf die Finger der linken Hand.
4. Während wir das Reisklößchen mit der rechten Hand festhalten, benutzen wir den rechten Zeigefinger, um etwas Wasabi auf den Fisch aufzutragen.
5. Dann legen wir das Reisklößchen auf den Fisch.
6. Mit dem rechten Zeige- und Mittelfinger drücken wir den Reis vorsichtig gegen den Fisch. Mit dem linken Daumen drücken wir den Reis am Ende etwas fest.
7. Jetzt wechseln wir das Nigiri-zushi einmal von der linken in die rechte Hand und wieder zurück, so dass der Fisch oben ist.
8. Noch einmal drücken wir mit dem rechten Zeige- und Mittelfinger den Fisch leicht gegen den Reis.

Bei diesem Vorgang kommt es vor allem darauf an, dass wir den Reis nicht zu fest formen und den Fisch nicht zu lange in der Hand halten.

Fotografie eines Thunfisch-nigiri
Maguro-nigiri
Fotografie eines Lachs-nigiri
Sake-nigiri

Nigiri-zushi werden immer paarweise serviert.

Gunkan-Stil · 軍艦巻

Der Gunkan-Stil ermöglicht es, Nigiri-zushi auch mit einem Belag wie Seeigel, verschiedenen Muschelsorten oder mit Fischrogen herzustellen. Dafür wird das Reisklößchen mit einem Streifen Seetang umwickelt und der so entstehende Trichter mit dem Belag gefüllt:

1. Wir benetzen zunächst unsere beiden Hände ausreichend mit dem Essigwasser.
2. Mit der rechten Hand nehmen wir etwas Reis und formen damit ein längliches Klößchen.
3. Nun legen wir das Reisklößchen auf das Schneidbrett und drücken es etwas flach.
4. Dann wickeln wir einen etwa drei bis vier Zentimeter breiten Streifen Seetang um den Reis.
5. Noch einmal drücken wir den Reis etwas nach unten.
6. Jetzt können wir den Belag in den Trichter füllen.

Fotografie eines Natto-nigiri
Natto-nigiri


 
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Maki-zushi · 巻き寿司

Zur Zubereitung von Maki-zushi benötigen wir die Bambusmatte, das Schneidbrett und ein scharfes Messer. Als Zutaten bereiten wir den Reis, die Füllung, den Seetang und Wasabi vor.

Zunächst rösten wir die Seetangblätter auf einer Seite kurz an und halbieren sie dann. Die Zutaten für die Füllung schneiden wir in Streifen. Nun können wir die Maki-zushi formen:

Fotografie der Maki-Zubereitung Wir legen die Bambusmatte vor uns auf das Schneidbrett und platzieren darauf ein halbes Seetangblatt mit der glänzenden Seite nach unten. Der Rand des Blattes sollte mit der Matte an der uns zugewandten Seite abschließen.
Fotografie der Maki-Zubereitung Wir benetzen unsere Hände ausreichend mit dem Essigwasser und nehmen etwas Reis, den wir gleichmäßig auf dem Seetangblatt etwa einen halben Zentimeter hoch verteilen. Dabei lassen wir vorne und hinten einen ein Zentimeter breiten Rand frei.
Fotografie der Maki-Zubereitung Jetzt bestreichen wir den Reis in der Mitte quer mit etwas Wasabi und legen anschließend die Zutaten für die Füllung ebenfalls quer auf den Reis.
Fotografie der Maki-Zubereitung Zum Formen heben wir die Matte an der uns zugewandten Seite mit beiden Händen an und halten dabei mit Daumen und Zeigefinger jeweils die rechte bzw. linke Ecke des Seetangblattes fest. Dann rollen wir die Matte mit gleichmäßigem Druck von uns weg.
Fotografie der Maki-Zubereitung Jetzt pressen wir die Rolle - noch mit der Matte - mit beiden Händen kräftig zusammen und drücken die Enden gut an.

Die fertige Rolle schneiden wir mit dem scharfen Messer dann in sechs oder acht gleiche Teile. Dazu halbieren wir die Rolle mit dem ersten Schnitt, legen die beiden Hälften nebeneinander und schneiden sie nochmals zwei- bzw. dreimal.

Tipp
Zum Schneiden der Maki-zushi empfiehlt es sich, vor jedem Schnitt das Messer in kaltes Essigwasser zu tauchen.
Fotografie der Maki-Zubereitung

Angerichtet werden die Maki-zushi jeweils auf einer Stirnseite, immer mit der glatten Schnittfläche nach oben.

Ura-Maki · 裏巻き

Bei dieser besonderen Form von Maki-zushi wird die Rolle so geformt, dass der Reis außen am Seetangblatt haftet. Dazu verteilen wir den Reis wie beschrieben auf dem Seetangblatt. Anschließend wenden wir das belegte Seetangblatt auf die Reisseite. Damit der Reis nicht mit der Bambusmatte verklebt, ist es unbedingt notwendig, die Bambusmatte mit einer Klarsichtfolie zu schützen. Nach dem Belegen und Rollen entfernen wir vorsichtig die Folie.

Fotografie der Maki-Zubereitung
Fotografie der Maki-Zubereitung
Fotografie der Maki-Zubereitung


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerZubereitung 

Weitere Sushi

Neben den bekannten und traditionellen Sushi-Formen Nigiri-zushi und Maki-zushi gibt es noch weitere Formen:

Temaki-zushi · 手巻き

Diese handgerollten Sushi sind sehr gut geeignet, um sie bei Tisch selbst zuzubereiten. Dazu bereiten wir den Reis vor und stellen Seetang, Wasabi und verschiedene Zutaten für die Füllung zur Verfügung.

Beim Essen stellt sich nun jeder sein eigenes Sushi zusammen. Wir nehmen ein halbes Seetangblatt, verteilen darauf etwa einen halben Löffel Reis und belegen es in der Mitte mit einer Füllung unserer Wahl. Nachdem wir es mit etwas Wasabi bestrichen haben, rollen wir den Seetang vorsichtig kegelförmig zusammen.

Fotografie der Temaki-Zubereitung
Fotografie der Temaki-Zubereitung
Fotografie der Temaki-Zubereitung

Temaki-zushi sollten gleich verzehrt werden, da das Seetangblatt sonst aufweicht und das Sushi auseinanderfällt.

Chirashi-zushi · 散らし寿司

Fotografie von Chirashi-zushi
Die einfachste Sushi-Form ist Chirashi-zushi: gemischte Zutaten auf einer Schüssel Reis. Egal wo man es isst, der Geschmack wird jedesmal ein anderer sein. Denn es gibt mindestens soviele Variationen von Chirashi-zushi wie Leute, die es zubereiten.

Eine der möglichen Variationen ist: Jeweils zwei Scheiben Thunfisch, Lachs und Schwertfisch, zwei Stücke Kalmar (gekocht), eine Garnele, ein Stück Omlett, drei Gurkenscheiben, ein Shiitake-Pilz. Alles dekorativ auf einer Schale Reis anordnen.


 
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Rezepte

Dieses Kapitel ist ein Verzeichnis aller in diesem Dokument gebrauchten Rezepte. Zusätzlich finden sich hier die Anleitungen für weitere bekannte und besondere Sushi.

Eine Portion Sushi-Reis entspricht etwa 200 ml ungekochtem Reis.


 
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Grundlagen

Würzessig

Zur Zubereitung von Sushi-Reis wird eine Würzmischung aus Essig, Zucker und Salz benötigt. Das folgende Rezept reicht für ungefähr fünf Tassen ungekochten Reis.

Würzessig
ZutatenZubereitung
8 Esslöffel Reisessig
4 Esslöffel Zucker
(nur die halbe Menge für Nigiri-zushi)
1 Teelöffel Salz
Alle Zutaten solange miteinander verrühren, bis sich das Salz und der Zucker aufgelöst haben. Um den Würzessig für den eigenen Geschmack anzupassen, verändert man am besten die Zuckermenge.

Eingelegter Ingwer

Fotografie von eingelegtem Ingwer
Eingelegter Ingwer wird immer zu Sushi gereicht und in der Regel zwischen den einzelnen Happen gegessen. Der Ingwer hält sich in der Marinade gekühlt etwa sechs Monate.

Eingelegter Ingwer
ZutatenZubereitung
4 Stück Ingwer
½ Liter Reisessig
350 Gramm Zucker
Salz
Zunächst die vier Stücke frischen Ingwer schälen und in möglichst dünne Scheiben schneiden. Dann den Ingwer etwa eine Minute in kochendes Wasser geben - nicht zu lange, da er sonst seine Schärfe verliert - und anschließend in ein Sieb abgießen. Mit kaltem Wasser abschrecken und trockentupfen. Einen halben Liter Reisessig mit 350 g Zucker und einem Teelöffel Salz mischen und mit einem Liter kochendem Wasser übergießen. Die Marinade abkühlen lassen und den Ingwer darin mindestens einen Tag ruhen lassen. Erst kurz vor dem Servieren herausnehmen.

Eingelegter Rettich

Fotografie von eingelegtem Rettich
Als Füllung für Maki-zushi oder als Beilage ist der eingelegte japanische Daikon beliebt. Leider ist die traditionelle Zubereitungsart für Takuan recht aufwändig, da ein etwa sechs Monate dauernder Gärprozeß abgewartet werden muss. Als Alternative bietet sich dieses schnelle Rezept an.

Eingelegter Rettich
ZutatenZubereitung
1 weißer Rettich
(Daikon)
4 Esslöffel Salz
4 Esslöffel Zucker
4 Esslöffel Reisessig
1 Tasse Wasser
¼ Teelöffel gelbe Lebensmittelfarbe
Den Rettich schälen, halbieren und längs vierteln. Die restlichen Zutaten in einem Topf zum Kochen bringen und rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann abkühlen lassen und anschliessend über die Rettichstücke geben. Den Rettich in den Kühlschrank stellen und zwei Tage durchziehen lassen. Dabei ab und zu wenden. Wahlweise kann auch eine kleingeschnittene Chilischote mit in die Marinade gegeben werden.

Dashi-Brühe

Dashi-Brühe besteht aus Wasser, Kombu und Bonito-Flocken. Die Brühe bildet die Grundlage für viele Suppengerichte der japanischen Küche. Kombu und die Bonito-Flocken können für die Zubereitung der Brühe mehrmals verwendet werden.

Dashi-Brühe
ZutatenZubereitung
500 ml Wasser
10 cm Kombu
15 Gramm Bonito-Flocken
Den Kombu mit einem feuchten Tuch abwischen und mit einem Messer einige Einschnitte in das Blatt machen. Das Wasser und den Kombu in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und den Kombu aus dem Wasser nehmen. Die Bonito-Flocken ohne Rühren in den Topf geben. Nochmals aufkochen und anschliessend vom Herd nehmen. Wenn sich die Flocken auf dem Boden absetzen ist die Brühe fertig. Zum Schluss die Brühe durch ein feines Sieb passieren.

 
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Klassische Sushi

Kappa-Maki

Fotografie von Kappa-Maki
Der Name dieses Maki-zushi stammt von kleinen, zierlichen Wasserkobolden der japanischen Mythologie, deren Lieblingsessen die Gurke ist. Diese Kobolde leben normalerweise im Wasser. Eine konische Vertiefung im Kopf erlaubt es ihnen jedoch auch an Land ihr Unwesen zu treiben, solange die Vertiefung mit Wasser gefüllt ist (daher ist es ein guter Tipp, sich vor einem angreifenden Kappa zu verneigen. Auf formelle Traditionen bedacht wird er sich vielleicht ebenfalls verneigen und dadurch das Wasser aus der Vertiefung seines Kopfes schütten).

Kappa-Maki (für 4 Rollen)
ZutatenZubereitung
4 halbe Blätter Seetang
(Nori)
1 Portion Sushi-Reis
½ Gurke
Wasabi
Salz
Die Seetang-Blätter auf einer Seite kurz anrösten. Die Gurke schälen, entkernen und in Streifen schneiden. Mit Salz bestreuen und einige Minuten liegen lassen. Dann abspülen, um die überschüssige Flüssigkeit herauszuziehen. Nun vier Maki-Rollen mit den Gurkenstreifen herstellen.

Shinko-Maki

Fotografie von Shinko-Maki
Daikon ist ein milder Riesenrettich aus Ostasien. Wenn man ihn trocknet und in Salz und Reiskleie einlegt, erhält man das in Japan sehr beliebte Takuan. Das eingelegte Gemüse wird dann für diese vegetarischen Maki-zushi verwendet.

Shinko-Maki (für 4 Rollen)
ZutatenZubereitung
4 halbe Blätter Seetang
(Nori)
1 Portion Sushi-Reis
10 cm Rettich
(Takuan)
Wasabi
Salz
Die Seetang-Blätter auf einer Seite kurz anrösten. Den Rettich in Streifen schneiden. Nun vier Maki-Rollen mit den Rettichstreifen herstellen.

Inari-zushi · 稲荷寿司

Fotografie von Inari-zushi
Der Fuchs gilt in Japan als der Götterbote des Gottes Inari, dem Gott des Ackerbaus und der Ernte. Und eine der Leibspeisen des Fuches sind gefüllte Tofutaschen, weshalb diese Sushi auch Inari-zushi genannt werden. Die Tofutaschen werden gesüsst und mit Sushi-Reis gefüllt, der nach Belieben mit weiteren Zutaten wie Sesam, Möhren- oder Pilzstückchen vermischt werden kann.

Inari (für 12 Stück)
ZutatenZubereitung
6 Stück Tufofladen
(Aburaage)
2 Portionen Sushi-Reis
2/3 Tasse Dashi-Brühe
3 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel Sojasauce
10 cm Möhre
2 Shiitake-Pilze
Die Tofufladen in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergiessen, 2 Minuten stehen lassen. Anschliessend gut abtropfen. Die Fladen in der Mitte durchschneiden und vorsichtig zu Taschen auseinanderziehen. Dashi-Brühe, Zucker und Sojasauce zum Kochen bringen und die Tofutaschen hineinlegen. Bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Überschüssige Flüssigkeit aus den Taschen herausdrücken. Die Möhre und die Shiitake-Pilze in feine Streifen schneiden. Die Möhrenstreifen salzen und kneten bis sie weich sind. Dann abwaschen und abtropfen. Die Pilz- und die Möhrenstreifen mit dem Reis vermengen und in die Tofutaschen füllen.

 
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Moderne Sushi

California-Maki

Fotografie von California-Maki
Die California-Maki ist kein klassisches Sushi. Die Erfindung dieser Rolle wird üblicherweise Ichiro Mashita, einem Sushi-Chef aus Los Angeles zugeschrieben. Er soll in den frühen 1970er Jahren die Avocado als perfekten Ersatz für fetten Thunfisch gefunden und in der California-Roll verarbeitet haben. Nicht zuletzt wegen der gelungenen Kombination der Zutaten, Krabbenfleisch, Avocado und Gurke, ist sie auch heute noch sehr beliebt. Eine vegetarische Variante kann mit Gurken, gekochtem Kürbis, gekochter Karotte, Zuckererbsen und Frischkäse zubereitet werden.

Da es sich um eine Inside-Out-Rolle mit einer äusseren Schicht Reis handelt, wird in der Regel eine etwas grössere Portion zubereitet. Das folgende Rezept reicht für drei Rollen.

California-Maki (für 3 Rollen)
ZutatenZubereitung
3 halbe Blätter Seetang
(Nori)
1 Portion Sushi-Reis
½ Gurke
1 Avocado
150 Gramm Krabbenfleisch
(oder Surimi)
Wasabi
Sesam, Fischrogen
eventuell Majonäse
(oder Crème fraîche)
Salz
Die Seetang-Blätter auf einer Seite kurz anrösten. Die Gurke schälen, entkernen und in Streifen schneiden. Mit Salz bestreuen und einige Minuten liegen lassen. Dann abspülen, um die überschüssige Flüssigkeit herauszuziehen. Die Avocado halbieren, das Fruchtfleisch um den Stein lösen und den Stein entfernen. Dann das Fleisch möglichst ganz mit einem Löffel aus der Schale heben. In Streifen schneiden. Das Krabbenfleisch eventuell mit etwas Majonäse vermengen, um es zu binden. Nun eine Inside-Out-Rolle mit den Gurken- und Avocadostreifen und dem Krabbenfleisch herstellen. Den Sesam in einer trockenen Pfanne kurz rösten und die fertige Rolle damit und dem Fischrogen garnieren.

Chili-Tuna-Maki

Die pikante Note dieser Maki-zushi wird durch Togarashi, einer japanischen Gewürz-Mischung, bestehend aus Chili-Pfeffer, Sesam, Seetang, Orangenschale, und Sriracha, einer vietnamesischen Chili-Sauce, erreicht. Um die Sache etwas zu entschärfen, vermischt man die Gewürze mit japanischer Majonäse.

Chili-Tuna-Maki (für 4 Rollen)
ZutatenZubereitung
4 halbe Blätter Seetang
(Nori)
1 Portion Sushi-Reis
180 Gramm Thunfisch
1 Esslöffel Ährenfischrogen
1 Esslöffel Japanische Majonäse
(Kewpie)
¼ Esslöffel Japanischer Chili-Pfeffer
(Togarashi)
½ Esslöffel Vietnamische Chili-Sauce
(Sriracha)
½ Gurke
Sesam
Den Thunfisch in kleine Stücke schneiden. Für die Sauce die Majonäse, den Fischrogen, den Chili-Pfeffer und die Chili-Sauce mischen und mit dem Thunfisch vermengen. Um die Schärfe anzupassen, am besten die Menge der Chili-Sauce variieren. Die Seetang-Blätter auf einer Seite kurz anrösten. Die Gurke schälen, entkernen und in Streifen schneiden. Mit Salz bestreuen und einige Minuten liegen lassen. Dann abspülen, um die überschüssige Flüssigkeit herauszuziehen. Nun vier Maki-Rollen mit dem pikanten Thunfisch, der Gurke und etwas Sesam herstellen.

Tofu-Paprika-Nigiri

Diese modernen vegetarischen Nigiri-zushi sind etwas aufwändiger, da Tofu und Paprika zunächst gebraten werden.

Tofu-Paprika-Nigiri (für 8 Stück)
ZutatenZubereitung
1 halbes Blatt Seetang
(Nori)
1 Portion Sushi-Reis
½ grüne Paprikaschote
½ Knoblauchzehe
2 Esslöffel Erdnußöl
120 Gramm Tofu
2 Teelöffel Sojasauce
Den Paprika putzen, waschen und in dünne Streifen schneiden. Den Knoblauch abziehen und fein hacken. Ein Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch und den Paprika unter Rühren anbraten. Beiseite stellen und abkühlen lassen. Den Tofu in acht Scheiben schneiden und im restlichen Öl anbraten. Vom Herd nehmen und mit der Sojasauce ablöschen. Ebenfalls abkühlen lassen. Nun acht Nigiri-zushi aus dem Reis formen und jeweils mit einer Scheibe Tofu und einem Streifen Paprika belegen. Aus dem Seetangblatt acht schmale Streifen schneiden und die Nigiri-zushi damit umwickeln.

Möhre-Basilikum-Maki

Möhre-Basilikum-Maki (für 2 Rollen)
ZutatenZubereitung
2 halbe Blätter Seetang
(Nori)
½ Portion Sushi-Reis
1 Möhre
1 Knoblauchzehe
200 ml Orangensaft
10 Basilikumblätter
2 Esslöffel Sesammus
Salz
Möhre schälen und längs in Streifen schneiden. Knoblauch abziehen und fein hacken. Orangensaft erhitzen, mit einer Prise Salz würzen und Möhren und Knoblauch hinzufügen. Etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Möhren weich sind. Möhren aus dem Sud nehmen und abkühlen lassen. Nun zwei Maki-Rollen zubereiten und für die Füllung zunächst eine Lage Basilikum auslegen, dann die Möhrenstücke darauf geben und etwas Sesammus darüberträufeln.

Gurke-Dill-Maki

Gurke-Dill-Maki (für 2 Rollen)
ZutatenZubereitung
2 halbe Blätter Seetang
(Nori)
½ Portion Sushi-Reis
¼ Salatgurke
1 Esslöffel Dill
1 Esslöffel Majonäse
Salz und Pfeffer
Gurke waschen und mit Schale in längliche Stücke schneiden. Dill fein hacken und mit der Majonäse verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun zwei Maki-Rollen zubereiten und dabei als Füllung die Dillmajonäse und Gurkenstreifen verwenden.

 
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Fisch

Die Rezepte dieses Abschnitts dienen der Zubereitung von Fisch, der anschliessend zu Sushi verarbeitet werden soll.

Aal (gegrillt)

Aal ist in Japan eine Delikatesse und wird dort sehr gern gegessen. Da man den Aal nicht roh essen kann, wird er gegrillt. Eine einfache Möglichkeit zeigt das folgende Rezept.

Gegrillter Aal
ZutatenZubereitung
Aal-Filets
3 Teile Reiswein
1 Teil Zucker
Für die Marinade drei Teile Reiswein mit einem Teil Zucker vermengen. Die Aal-Filetstücke in zwei bis drei Scheiben schneiden. Nun die Hautseite, dann die Innenseite der Filets grillen. Jetzt die Stücke etwa 5 Minuten über starker Hitze dämpfen, dann mit der Marinade bestreichen. Abschließend den Aal nochmals grillen und dabei mit Marinade bestreichen.

Seebrasse (gegart)

Die Seebrasse kann alternativ zur rohen Verwendung auch kurz gegart werden.

Gegarte Seebrasse
ZutatenZubereitung
Seebrassen-Filets
Die Filetstücke von der Seebrasse auf einen tiefen Teller legen und mit einem Stofftuch bedecken. Darüber dann kochend heißes Wasser gießen.

 
Abschnitt 27 von 37

 

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Vorspeisen

Hühnchenspieß (gegrillt)

Fotografie von Yakitori
Yakitori sind beliebte Spieße aus gegrilltem Hühnchenfleisch.

Gegrillter Hühnchenspieß
ZutatenZubereitung
Hühnchenbrust
4 Esslöffel Sojasauce
3 Esslöffel Zucker
Reiswein
Honig
Frühlingszwiebeln
Sojasauce, Zucker, Reiswein, Honig rasch um ein Drittel einkochen lassen. Das Fleisch in 2 cm große Stücke schneiden und anschliessend einige Zeit in der Marinade ruhen lassen. Dann die Fleischwürfel abwechselnd mit Stücken der Frühlingszwiebeln auf kleine Holzspiesschen spiessen. Die Spiesse grillen oder in der Pfanne braten und dabei immer wieder mit der Marinade einpinseln.

 
Abschnitt 28 von 37

 

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Nachspeisen

Nachspeisen bestehen oft nur aus süss eingelegtem Obst. Einige raffiniertere Desserts werden hier vorgestellt.

Bohnen-Paste · 餡

Fotografie von Bohnen-Paste
Die Herstellung dieser süssen Paste aus roten Bohnen ist eine zeitaufwändige Sache, da die kleinen Bohnen nur sehr langsam weich werden. Die Paste kann als Füllung für Mochi verwendet werden oder mit etwas Wasser angerührt als Sauce zu Speiseeis.

Bohnen-Paste
ZutatenZubereitung
250 Gramm Rote Bohnen
(Azuki)
300 Gramm Zucker
½ Teelöffel Salz
Die Bohnen für zwei Stunden in reichlich Wasser kochen. Das verdampfte Wasser immer wieder ersetzen. Erst wenn die Bohnen weich sind den Zucker und das Salz hinzugeben und für weitere 10 Minuten unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen. Die Bohnen dann abgiessen und kurz pürieren. Anschliessend durch ein Sieb passieren.

Grüner-Tee-Eis

Grüner-Tee-Eis
ZutatenZubereitung
7 Gramm grünes Teepulver
(Matcha)
475 ml Milch
120 ml Sahne
120 ml fettreiche Sahne (40%)
250 Gramm Zucker
8 Eigelb
Milch zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und das Grüner Tee-Pulver untermischen. Den Zucker zusammen mit den Eigelb in einem anderen Topf dicklich schlagen. Die Milch in die Eimasse unterrühren. Anschliessend unter Rühren stark erhitzen ohne die Masse kochen zu lassen. Vom Herd nehmen und erkalten lassen. Die Sahne steif schlagen und in die Eimischung heben. Gut verrühren und dann in die Eismaschine füllen. Anschliessend gefrieren.

Das fertige Eis kann man mit Sesam bestreuen oder mit einer Früchtesauce servieren:

Brombeersauce
ZutatenZubereitung
300 Gramm Brombeeren
(frisch oder gefroren)
1 Esslöffel Puderzucker
200 Gramm der Brombeeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Den Puderzucker unterrühren und die restlichen Beeren hineingeben. Kalt stellen.
Erdbeersauce
ZutatenZubereitung
300 Gramm Erdbeeren
(frisch oder gefroren)
½ Tasse Zucker
Erdbeeren und Zucker mit einer halben Tasse Wasser 15 Minuten köcheln lassen. Pürieren und kaltstellen.

 
Abschnitt 29 von 37

 

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Suppen

Miso-Suppe

Fotografie einer Miso-Suppe
Eine Miso-Suppe ist schnell und einfach zubereitet und trotzdem ein idealer Start in das Sushi-Vergnügen. Als Suppeneinlage können je nach Jahreszeit auch noch Pilze hinzugefügt werden.

Miso-Suppe (für 4 Portionen)
ZutatenZubereitung
160 Gramm Tofu
2 Frühlingszwiebeln
800 ml Dashi-Brühe
80 Gramm Miso
(Soja-Bohnen-Paste)
Tofu kurz in kaltes Wasser tauchen und abtropfen lassen. Dann in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Nun die Dashi-Brühe im offenen Topf bei starker Hitze erwärmen, aber nicht zum Kochen bringen. Miso durch ein Sieb drücken und mit einem Teil der Brühe vermischen. Anschliessend unterrühren. Tofu und zwei Drittel von den Frühlingszwiebeln hinzugeben. Gut durchziehen lassen. Vor dem Servieren mit den restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen und nach Geschmack mit etwas Pfeffer würzen.

Sojamilch-Suppe

Fotografie einer Sojamilch-Suppe
Die meisten japanischen Suppen werden auf Basis von Dashi-Brühe zubereitet. Deshalb und auch wegen des Specks ist dieses Rezept auf Basis von Sojamilch etwas ungewöhnlich.

Sojamilch-Suppe (für 4 Portionen)
ZutatenZubereitung
1 Kartoffel
½ Zwiebel
¼ Möhre
4 Scheiben Speck
2 Esslöffel Butter
600 ml Sojamilch
1 Würfel Hühnerbrühe
Salz
Pfeffer
Kartoffel, Zwiebel, Möhre und Speck in Würfel schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und das Gemüse und den Speck darin andünsten. Mit der Sojamilch aufgiessen und den Brühwürfel dazugeben. Bei schwacher Hitze leicht köcheln lassen bis das Gemüse gar ist. Mit Salz und Pfeffer würzen.

 
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Beilagen

Spinat mit Sesamsauce

Fotografie eines Spinatsalates
Dieser Salat aus Spinat und Sesam heisst in Japan Horenso Gomae.

Spinat mit Sesamsauce
ZutatenZubereitung
300 Gramm Spinat
1 Esslöffel weisser Sesam
2 Teelöffel Miso
(Soja-Bohnen-Paste)
4 Teelöffel Sojasauce
4 Teelöffel Zucker
2 Teelöffel Mirin
Die Wurzel vom Spinat entfernen und den Spinat (mit den Strünken) blanchieren. Sofort in Eiswasser tauchen und abtropfen lassen. Sesam in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Sesam, Miso, Sojasauce, Zucker, Mirin mischen und über den Spinat geben. Gut vermengen.

 
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Weitere Rezepte

Omelett

Omeletts können auf vielfältige Weise für Sushi verwendet werden. Eine dünne Scheibe, die mit einem schmalen Band aus Nori auf einem Happen Sushi-Reis befestigt wird, dünne Streifen als Füllung einer Maki-Rolle oder einfach eine dicke Scheibe pur als farbenfrohe Ergänzung einer Sushi-Platte.

Die Omeletts werden am besten in einer speziellen rechteckigen Pfanne gebacken. Die Zubereitung erfordert einige Übung und die hier angegebenen Mengen sollten auch bei kleineren Portionen nicht reduziert werden.

Omelett
ZutatenZubereitung
5 Eier
5 Esslöffel Dashi-Brühe
5 Esslöffel Zucker
½ Teelöffel Salz
1½ Teelöffel Sojasauce
1½ Teelöffel Reiswein
Pflanzenöl
Die Dashi-Brühe, Zucker, Salz, Sojasauce und Reiswein in einem Topf bei geringer Hitze rühren, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Abkühlen lassen. Die Eier vorsichtig mit wenig Luft aufschlagen und alles verrühren. Die Pfanne leicht einfetten, erhitzen und etwa ein Viertel des Teigs in die Pfanne gießen. Wenn die Eimasse gestockt ist das Omelett zur Hälfte einschlagen. Die freie Stelle der Pfanne wieder leicht einfetten. Ein weiteres Viertel des Teigs in die Pfanne geben und das fertige Omelett anheben, damit sich der Teig darunter verteilt. Diesen Vorgang noch zwei weitere Male wiederholen bis der ganze Teig verbraucht ist. Das Omelett aus der Pfanne nehmen und mit der Bambusmatte rollen und in die rechteckige Form pressen. Vor dem Schneiden abkühlen lassen.

Shiitake-Pilze

Shiitake-Pilze wachsen in den Wurzeln der Kastanie und verschiedener Eichen. Dieser sehr aromatische Pilz wird nur getrocknet zur Sushi-Zubereitung benutzt, da er dann einen noch volleren Geschmack hat. Er wird in der Hauptsache für Chirashi-zushi verwendet.

Shiitake-Pilze werden gekocht und gewürzt, bevor sie verwendet werden.

Shiitake-Pilze
ZutatenZubereitung
10 Stück getrocknete Shiitake-Pilze
4 Esslöffel Zucker
4 Esslöffel Sojasauce
4 Teelöffel Reiswein
Die Pilze etwa 1 Stunde einweichen, bis sie ihre natürliche Form wiederhaben. Die Pilze abgiessen und das Einweichwasser auffangen. Stiele entfernen. Die Pilze in einen Topf geben und mit dem Einweichwasser bedecken. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 2 Minuten köcheln lassen. Den Zucker und die Sojasauce hinzufügen. Unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Zuletzt den Reiswein hinzugeben und dabei umrühren. Abkühlen lassen.

 
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Sushi aus Marzipan

Eine tolle Idee sind Sushi aus Marzipan und die Herstellung ist gar nicht so schwierig.

Fotografie von Sushi aus Marzipan

Für Sushi aus Marzipan brauchen wir Rohmarzipan, Puderzucker und Lebensmittelfarben.

Marzipan
ZutatenZubereitung
200 Gramm Marzipanrohmasse
100 Gramm Puderzucker
1 Lebensmittelfarbe Rot
1 Lebensmittelfarbe Gelb
1 Lebensmittelfarbe Blau
1 Lebensmittelfarbe Grün
Marzipanrohmasse und Puderzucker gut verkneten, bis das Marzipan schön geschmeidig ist. Ein Drittel des Marzipans zur Seite legen und die restlichen zwei Drittel in vier gleich grosse Stücke teilen. Jedes Stück mit einer der Lebensmittelfarben einfärben. Durch Vermengen von Marzipanmasse in verschiedenen Grundfarben lassen sich später einfach Mischfarben herstellen.

Zunächst stellen wir etwas Marzipan-Reis her. Dazu rollen wir ein Stück des ungefärbten Marzipans mit der Hand in eine lange dünne Rolle oder pressen das Marzipan zum Beispiel durch eine Knoblauchpresse. Mit einem Messer schneiden wir dann kleine, etwa reiskorngroße Stückchen ab. Da dies eine langwierige Arbeit ist, werden wir später den Marzipan-Reis nur an den sichtbaren Stellen der Sushi einsetzen und ansonsten mit der unbearbeiteten Marzipanmasse arbeiten.

Um Nori aus Marzipan herzustellen, nehmen wir etwas vom roten, grünen und blauen Marzipan und verkneten es. Dadurch entsteht ein Stück Marzipan von dunkelbrauner Farbe, das wir dann möglichst flach ausrollen.

Marzipan ausrollen
Das Marzipan zum Ausrollen zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legen, damit es nicht anklebt.

Nigiri

Zunächst formen wir etwas von dem unbearbeiteten Marzipan in eine längliche Rolle. Anschliessend nehmen wir Stücke vom vorher gefertigten Marzipan-Reis und drücken ihn an den Seiten der Rolle fest. Die Unter- und die Oberseite der Rolle können hierbei frei bleiben. Von der roten Marzipanmasse formen wir eine längliche Scheibe, die etwas länger ist, als die Rolle, und legen sie auf unsere Reisrolle, so daß die Scheibe an beiden Enden überlappt.

Fotografie von Sushi aus Marzipan
Maguro-nigiri
Fotografie von Sushi aus Marzipan
Tamago-nigiri

Verschiedene Farben ergeben verschiedene Nigiri: Rot für Maguro-Nigiri (Thunfisch), Orange (rot und gelb) für Sake-Nigiri (Lachs) oder Gelb für Tamago-Nigiri (Omelett).

Fotografie von Sushi aus Marzipan
Ikura-nigiri
Für Nigiri im Gunkan-Stil beginnen wir wieder mit einer länglichen Rolle aus dem unbearbeiteten Marzipan. Aus dem ausgerollten Marzipan-Nori schneiden wir mit einem Messer einen länglichen Streifen aus (etwa doppelt so breit, wie unsere Rolle hoch ist und zweieinhalbmal so lang). Diesen Streifen setzen wir bündig an der Rolle an und wickeln ihn einmal rundherum. Nun können wir unser Gunkan-Nigiri füllen, beispielsweise mit kleinen Kügelchen aus rotem Marzipan für ein Ikura-Nigiri.

Marzipan feucht halten
Das Marzipan immer mit einem feuchten Tuch bedecken, da es sonst sehr schnell austrocknet und sich nicht mehr gut verarbeiten läßt.

Maki

Fotografie von Sushi aus Marzipan
Maki
Aus dem unbearbeiteten Marzipan formen wir eine etwa sechs Zentimeter lange Rolle mit circa zwei Zentimeter Durchmesser. Diese Rolle schneiden wir in vier gleich lange Stücke, die die Grundlage für unsere vier Maki-zushi bilden. Nun wickeln wir einen etwa zwei Zentimeter breiten Streifen aus dem ausgerollten Marzipan-Nori um jedes Stück, so daß der Streifen nur auf einer Seite übersteht und auf der anderen bündig ist.

In den dadurch entstehenden Trichter legen wir ein Stückchen rotes und ein Stückchen grünes Marzipan, welches unsere Füllung darstellt. Den restlichen Raum füllen wir mit unserem Marzipan-Reis aus.

Verschiedenes

Fotografie von Sushi aus Marzipan
Den Rest unseres Marzipans können wir in die verschiedensten Formen bringen, um zum Beispiel Gari (eingelegten Ingwer) oder ein Baran (ein kunstvoll geschnittenes Zierblatt) entstehen zu lassen.


 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerHinweise 

Hinweise

Dank

Dank gebührt vor allem meiner lieben Schwester Anja, die meine langen Monologe zum Thema Sushi geduldig ertragen hat und dieses Dokument vor seiner Veröffentlichung auf syntaktische und semantische Fehler hin überprüft hat. Weiterhin hat meine liebe Kollegin Kristina wesentlich zur Entstehung dieses Dokumentes durch ihren immer währenden Hunger nach Sushi beigetragen.

Quellen

"Sushi"  english
Mia Detrick, 1982, Chronicle Books
ISBN: 0-87701-238-5
"Sushi Made Easy"  english
Nobuko Tsuda, 1982, Weatherhill
ISBN: 0-8348-0173-6
"Das Sushi Kochbuch"  deutsch
Katsuji Yamamoto, Roger Hicks, 2000, Gräfe und Unzer Verlag
ISBN: 3-7742-4949-0
"Sushi. Über 70 unwiderstehliche Rezepte aus Japan."  deutsch
Katsuji Yamamoto, Roger Hicks, 2000, Könemann
ISBN: 3-8290-4806-8
"Wissenswertes über Sushi" (Broschüre)  deutsch
Kirin Europe GmbH
"Sushi Encyclopedism"  english

URL: offline
"The Sushi Guide"  english
Martin Ragnevad
URL: offline

Die Bilder aus der Broschüre "Wissenswertes über Sushi" werden mit der freundlichen Genehmigung von Kirin Europe GmbH, Düsseldorf verwendet.

Die Illustrationen der Fische sind entnommen aus der frei verfügbaren Bildersammlung der National Oceanic and Atmospheric Administration.

Haftung

Dieses Dokument erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Fehlerfreiheit. Für Schäden, die auf falsche oder falsch verstandene Beschreibungen in diesem Dokument zurückzuführen sind, übernimmt der Autor keine Haftung.

Insbesondere für Schäden durch verdorbenen oder mit Parasiten befallenen Fisch kann keine Haftung übernommen werden.

Risiken und Nebenwirkungen

Bei Sushi und Sashimi handelt es sich um Speisen, die mit rohem Fisch zubereitet werden. Da Fisch von Parasiten unterschiedlichster Art befallen sein kann (und einige dieser Parasiten auch für Menschen nicht ungefährlich sind), ist es notwendig, bei der Auswahl der Zutaten größtmögliche Sorgfalt walten zu lassen.

Weiter sind Fälle bekannt geworden, bei denen durch den Genuß von Sushi eine Sucht ausgelöst wurde :-)

Technischer Hintergrund

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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerInhalt 

Inhalt

Willkommen

SUSHI & SASHIMI

Geschichte
Kanji
Wissenswertes
Gesundheit
Tipps
Etikette, Getränke, Suppen

Zutaten

Reis
Fisch
Thunfisch (Maguro), Lachs (Sake), Makrele (Saba), Gelbschwanz (Buri), Seebarsch (Suzuki), Seebrasse (Tai), Aal (Unagi), Seeaal (Anago)
Andere Meeresfrüchte
Abalone (Awabi), Garnele (Ebi), Krebs (Kani), Kalmar (Ika), Krake (Tako), Seeigelrogen (Uni), Lachsrogen (Ikura), Fliegenfischrogen (Tobiko)
Weitere Zutaten
Essig (Su), Ingwer (Gari), Meerrettich (Wasabi), Seetang (Nori/Kombu), Sesam (Goma), Sojasauce (Shoyu), Reiswein (Mirin), Tofufladen (Aburaage), Bonito-Flocken (Katsuo-bushi), Shichimi tōgarashi

Zubehör

Reis
Schüssel (Hangiri), Spatel (Shamoji), Fächer (Uchiwa)
Fisch
Messer (Yanagiba), Schneidbrett
Weiteres Zubehör
Bambusmatte (Makisu), Messer (Hocho)

Zubereitung

Vorbereitung
Ingwer (Gari), Meerrettich (Wasabi), Seetang (Nori), Sesam (Goma)
Fisch
Dreiteilung (Sanmai oroshi), Aal/Seeaal (Unagi/Anago)
Andere Meeresfrüchte
Abalone (Awabi), Kalmar (Ika), Garnelen (Ebi)
Reis
Nigiri-zushi
Gunkan-Stil
Maki-zushi
Ura-Maki
Weitere Sushi
Temaki-zushi, Chirashi-zushi

Rezepte

Grundlagen
Würzessig, Eingelegter Ingwer, Eingelegter Rettich, Dashi-Brühe
Klassische Sushi
Kappa-Maki, Shinko-Maki, Inari-zushi
Moderne Sushi
California-Maki, Chili-Tuna-Maki, Tofu-Paprika-Nigiri, Möhre-Basilikum-Maki, Gurke-Dill-Maki
Fisch
Aal (gegrillt), Seebrasse (gegart)
Vorspeisen
Hühnchenspieß (gegrillt)
Nachspeisen
Bohnen-Paste, Grüner-Tee-Eis
Suppen
Miso-Suppe, Sojamilch-Suppe
Beilagen
Spinat mit Sesamsauce
Weitere Rezepte
Omelett, Shiitake-Pilze
Sushi aus Marzipan
Nigiri, Maki, Verschiedenes

Hinweise

Glossar

Inhalt

Impressum


 

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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerGlossar 

Glossar

Aburaage · 油揚げ
Fritierte Tofufladen für Inari-zushi.
Agari
Meint den grünen Tee zum Abschluß einer Sushi-Mahlzeit.
Ama ebi · 甘海老
Riesenshrimp - Ama ebi bezeichnet den rohen Riesenshrimp.
Anago · 穴子
Seeaal - Seeaal wird in einer speziellen Sauce eingelegt und gegrillt, bevor er zu Sushi verarbeitet wird.
Awabi ·
Abalone - Ein Weichtier mit einer einteiligen Muschel. Es existieren über 70 verschiedene lebende Arten.
Bancha · 番茶
Japanischer Grüntee mit einem süßlichen Aroma.
Baran
Dekoratives Blatt, in das ein feines Muster geschnitten wurde. Wird in vorbereiteten Sushischalen als Trenner zwischen einzelnen Sushi verwendet.
Buri ·
Gelbschwanz - Ein Fisch aus der Familie der Stachelmakrelen. Buri bezeichnet den erwachsenen Fisch.
Daikon · 大根
Riesenrettich aus Ostasien mit mildem Geschmack.
Dashi · 出汁
Brühe, aus Wasser, Kombu, Bonito-Flocken, als Grundlage vieler klarer Suppen.
Ebi · 海老
Riesenshrimp - Ebi bezeichnet den gekochten Riesenshrimp.
Gari · ガリ
Eingelegter Ingwer - Gari wird zu Sushi gereicht und zwischen den einzelnen Sushi-Happen gegessen, um den Gaumen zu neutralisieren.
Goma · ゴマ
Sesamsamen - Goma wird geröstet und vor allem bei Maki-zushi zur Verfeinerung verwendet.
Hamachi · ハマチ
Gelbschwanz - Ein Fisch aus der Familie der Stachelmakrelen. Hamachi bezeichnet den jungen Fisch.
Hangiri
Traditionelle japanische Holzschüssel, um den Reis mit dem Essig zu vermengen und abzukühlen.
Hashi ·
Japanische Essstäbchen.
Ika · 烏賊
Kalmar - Ein Schalentier ohne Muschel mit Tentakeln, das roh oder gekocht als Sushi-Belag verwendet wird.
Ikura · イクラ
Lachsrogen - Die orangenen Lachseier sind eine ideale Füllung für Gunkan Nigiri-zushi.
Kani ·
Krebs - Das Fleisch der Krebse ist eine delikate und teure Sushi-Zutat.
Katsuo ·
Bonito - ein mit dem Thunfisch verwandter Fisch. Getrocknete Flocken seines Fleisches werden als Würzmittel in der japanischen Küche verwendet.
Kombu · 昆布
Seetang - Kombu ist eine Seetangsorte, die in der japanischen Küche reiche Verwendung beim Kochen findet.
Kome · イネ
Reis - Wichtigste Zutat für Sushi. Die perfekte Zubereitung ist ein kleines Kunststück.
Maguro ·
Thunfisch - Ein zu den Makrelen gehörender Fisch und einer der beliebtesten, um Sushi herzustellen.
Makisu · 巻き簀
Matte aus vielen feinen Bambusstöckchen, als Hilfsmittel zur Herstellung von gerollten Sushi.
Mirin · みりん
Süßer Wein, hergestellt aus Reis.
Miso · 味噌
Paste aus Soja-Bohnen.
Nori · 海苔
Seetang - Nori-Blätter aus getrocknetem kleingeschnittenem Seetang werden zur Herstellung von gerolltem Sushi verwendet.
Saba ·
Makrele - Verbreiteter Fisch für die Sushi-Zubereitung.
Sake ·
Lachs - Neben Thunfisch der beliebteste Sushi-Belag.
Sake · お酒
Reiswein - Alkoholhaltiges japanisches Getränk.
Sashimi · 刺身
Sashimi - Zubereitungsform für rohen Fisch ohne weitere Zutaten. Die Kunst der Sashimi-Zubereitung besteht in der gekonnten Präsentation des rohen Fisches.
Sencha · 煎茶
Japanischer Grüntee mit einem süßlichem Aroma.
Shoyu · 醤油
Sojasauce - Die spezielle japanische Sojasauce ist weit weniger salzig als die chinesische.
Su
Aus Reis hergestellter Essig.
Surimi · すり身
Krebsfleischimitat aus Fischfleisch, Gewürzen und Stärke mit alter japanischer Tradition.
Sushi · 寿司
Sushi - Traditionelle japanische Speise mit gesäuertem Reis und rohem Fisch.
Suzuki ·
Seebarsch - Meeresfisch aus der Familie der Stachelflosser.
Tako · 章魚
Krake - Ein Schalentier ohne Muschel aus dem Pazifik, das gekocht als Sushi-Belag verwendet wird.
Takuan · 沢庵
Eingelegter Rettich - Takuan ist eine beliebte Art des Tsukemono, auf japanische Art eingelegtes Gemüse.
Tai ·
Seebrasse - Karpfenartige Fischart, von der über 100 verschiedene Variationen bekannt sind.
Tobiko · とびこ
Fliegenfischrogen - Als Füllung für Gunkan Nigiri-zushi oder zur Verfeinerung von Maki-zushi.
Togarashi · 七味唐辛子
Japanische Gewürzmischung aus Chili-Pfeffer, Orangenschale, Seetang und Sesam.
Uni · 海胆
Seeigel - Die Eier des Seeigels gelten als Delikatesse unter Sushi-Liebhabern.
Unagi ·
Aal - Aal wird in einer speziellen Sauce eingelegt und gegrillt, bevor er zu Sushi verarbeitet wird.
Wasabi · ワサビ
Japanischer Meerrettich - Meist in Form einer grünen, sehr scharfen Paste.
Yakitori · 焼き鳥
Gegrillte Fleischspiesse, oft mit Hühnchenfleisch.
Yanagiba
Messer mit einer langen, schmalen Klinge zur Fischverarbeitung.

 
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Der SUSHI-TSU von Michael BaumgärtnerImpressum 

Impressum

Der Sushi-Tsu ist eine Veröffentlichung von
Fotografie von Michael


Michael Baumgärtner, Morgenstraße 18, 76137 Karlsruhe, Deutschland
E-Mail: mib@sushi-tsu.de, Telefon: +49-721/3848478

Alle Inhalte in diesem Dokument dienen der persönlichen Information. Die Übernahme und Nutzung der Daten aus diesem Dokument zu anderen Zwecken bedarf der schriftlichen Zustimmung des Autors.

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