Sonntag, 18. März 2007
Nachdem im letzten Sommer in Frankreich bereits ein Testlauf der Sushi-Polizei stattfand und zum Jahreswechsel dann darüber ausführlich in der englischen und deutschen Presse berichtet wurde, nimmt nach einer Meldung der ARD die entsprechende Kommission nun weltweit ihre Arbeit auf.
Restaurants, die den Maßstäben der Kommission genügen, bekommen eine Empfehlungsplakette und werden in Reiseführer aufgenommen. Zum Glück kann aber trotzdem noch mit ausgefallenen Belägen und Füllungen experimentiert werden, lediglich als original japanische Sushi dürfen diese Crossover-Zubereitungen nicht bezeichnet werden.
Wenn man sich so anschaut, welche Dinge man im Zuge der aktuellen Sushi-Welle als japanisches Gericht serviert bekommt, dann ist das ja prinzipiell eine gute Sache, aber ob ein Gütesiegel die entsprechende Beachtung findet und Wirkung zeigt, halte ich für zweifelhaft.
Donnerstag, 15. März 2007
Eine etwas umfangreichere Aktualisierung bringt heute einige neue Rezepte: Shinko-Maki als klassische Zubereitung und die modernen Varianten Tofu-Paprika-Nigiri, Möhre-Basilikum-Maki, Gurke-Dill-Maki . Auch die Sojamilch-Suppe findet sich neu im Rezeptverzeichnis.
Desweiteren sind einige Bilder neu hinzugekommen und als besondere Erweiterung ist jetzt bei vielen japanischen Begriffen neben der lateinischen Umschrift auch die Schreibweise in Kanji angegeben.
Weiterhin viel Spass beim Lesen und Nachmachen ...
Dienstag, 27. Februar 2007
Im Gästeforum kann wegen des erhöhten Aufkommens von Spam seit September 2006 nur noch von registrierten Gästen geschrieben werden. Dies hat zu einer deutlichen Minderung der Anzahl neuer Beiträge geführt. Offensichtlich stellt die Registrierung für viele mögliche Nutzer eine zu große Hürde dar.
Deshalb ist seit heute auch wieder Schreiben ohne Anmeldung im Gästeforum möglich. Im Hintergrund läuft stattdessen ein Programm, welches versucht Spam zu filtern.
Ich hoffe, dass diese Massnahme ausreicht, um das Spamaufkommen klein zu halten.
Sonntag, 11. Februar 2007
Meine Leidenschaft und mein Interesse für Sushi begann vor mehreren Jahren mit einem Besuch eines Sushi-Restaurants in Frankfurt. Damals gab es in Karlsruhe soweit ich mich erinnere noch kein Sushi-Restaurant und eine Freundin hatte mir daher das Mikuni empfohlen. Ein Tipp mit durchschlagendem Erfolg, obwohl ich auch einige sehr gewöhnungsbedürftige Sushi gekostet hatte.
Am vergangenen Wochenende ergab sich die Gelegenheit, dem Mikuni erneut einen Besuch abzustatten. Glaubt man verschiedenen Rezensionen über das Mikuni, gehört das Restaurant immer noch zu einer der besten Gelegenheiten, in Frankfurt Sushi zu essen.
Zunächst glaubte ich mich einige Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt. Der Eingang des Mikuni hat sich über die Zeit kaum verändert und ist noch genauso unscheinbar wie früher. Auch die Einrichtung scheint mehr oder weniger noch die alte zu sein. Funktional und alles erscheint recht abgenutzt, aber noch gut in Schuss. Auch die kuriose Toilette hat sich nicht verändert. Der Weg dorthin führt immer noch fast durch die Küche, eine Treppe in den Keller hinunter. Die Sanitäranlagen sind sauber und erfüllen ihren Zweck, versprühen aber den Charme eines 80er Jahre Bahnhofsklos. Das Personal im Mikuni ist immer noch ausschliesslich japanisch, von den beiden Sushi-Köchen angefangen bis hin zu den Bedienungen.
Als wir zur Mittagszeit dort ankamen, haben wir uns für einen kleinen Tisch und gegen die Bar entschieden. Ohne Nachfrage wurde uns sofort jeweils eine Tasse grüner Tee serviert - der übrigens kostenlos nachgeschenkt wird - und die Mittagskarte gebracht. Darauf fanden sich neben verschiedenen Sushi-Kombinationen auch Nudelsuppen oder Tempura. Wir entschieden uns für Jo-Sushi für 25 €, statt der kleinsten Kombination für 14,50 €. Im Vergleich zu anderen Restaurants in Deutschland sind die Preise recht hoch, dennoch soll das Mikuni für Frankfurt ein recht gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung haben. Der Mittagstisch im Shogun in Karlsruhe ist jedenfalls merklich günstiger.
Vor unseren Sushi bekamen wir eine Suppe und ein Schälchen mit eingelegtem Salat von der aufmerksamen Bedienung gebracht. Das Jo-Sushi bestand dann aus acht Stücken Nigiri und 6 Stücken Maki mit Thunfisch. Auf den Nigiri fanden wir Seebarsch, Garnele, Lachs, Thunfisch, Lachsrogen und Herzmuschel. Die Sushi waren ausgesprochen lecker, der Reis hatte eine ausgeprägte säuerliche Note und war vielleicht eine Spur zu klebrig. Insgesamt war die Zubereitung deutlich näher an der Art, wie ich sie in Japan kennengelernt habe. Hierzulande ist der Reis in der Regel etwas süsslicher und der Fisch kühler und fester.
Das Mikuni ist auch nach den vielen Jahren immer noch eine lohnende Adresse um gutes Sushi in Frankfurt zu essen. Auch wer andere Restaurants, vor allem die vielen neuen, die auf der aktuellen Sushi-Welle schwimmen, kennt, kann sich hier durch den starken japanischen Anstrich überraschen lassen. Lediglich auf ein erhöhtes Preisniveau muss man gefasst sein.
Mikuni
Fahrgasse 91
60311 Frankfurt
Telefon 069/283627
Mittwoch, 31. Januar 2007
Als ich kürzlich ein Gericht mit Kabeljau kochte, war ich beim Einkaufen doch sehr über den hohen Preis des Fisches überrascht. Dieser ist aber, wenn man sich die stark überfischten Bestände des Kabeljaus anschaut, nicht wirklich verwunderlich.
Damit dies nicht auch mit dem Thunfisch passiert, gibt es seit Jahren entsprechende Fangquoten, die aber wohl nicht wirklich den erwünschten Effekt zeigen. Nach einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers zum Beispiel ist der Preis für einen 200 kg schweren Thunfisch auf inzwischen 175.000 US$ gestiegen. Eine letzte Chance bekam der Thunfisch vielleicht in der gerade beendeten Konferenz der Fischerei-Management-Verbände im japanischen Kobe. Zu hoffen wäre es, denn nach einem Artikel in der FAZ sind die Bestände im Mittelmeer bereits starkt gefährdet. Am erstaunlichsten finde ich dabei, wie konsequent die Fischer im Mittelmeer ihre eigene Lebensgrundlage vernichten.
Donnerstag, 14. Dezember 2006
Dienstag, 3. Oktober 2006
 Zu meinem kürzlichen Geburtstag besuchte ich in meiner Geburtsstadt das Yan Sushi & Wok. Das Restaurant hat dieses Jahr eröffnet und befindet sich Am Kaisers Turm in Heilbronn. Nachdem man mit dem Aufzug in den dritten Stock gefahren ist, teilt sich das Restaurant direkt nach dem Eingang in zwei große Bereich für insgesamt mehr als 400 Gäste. Die beiden Bereiche sollen auch das Angebot widerspiegeln, rechts chinesische und links japanische Spezialitäten, gleichwohl in beiden Teilen das gesamte Angebot serviert wird. Die japanischen Spezialitäten beschränken sich auf Sushi & Sashimi und einige wenige kleine Zugaben, wie Teriyaki und Tempura.
Das Sushi wird im Kaiten-Stil auf einem rundlaufenden Fließband im nüchternen Ambiente serviert. Interessant ist die zweistöckige, geschlossene Ausführung in der kalte Speisen unten und warme Speisen oben serviert werden und nicht abtrocknen können. Täglich von 18 bis 22 Uhr gibt es Runningsushi vom Band zum Pauschalpreis von 18,90 €. Zudem werden noch verschiedene Menüs angeboten.
Nachdem ich bei der freundlichen Bedienung Runningsushi bestellt hatte, konnte die lustige Jagd auf die bunten Tellerchen losgehen. Zunächst fuhren nur wenige Sushi mit frischem Fisch im Kreis herum, doch mit der beginnenden Nachfrage änderte sich das bald. Die Nigiri-zushi wurden von den Chefs aber mit einer perfekt zylindrischen Form statt mit der Hand hergestellt und der jeweilige Belag nur darauf gelegt. Probiert habe ich Thunfisch, Lachs, Aal, Butterfisch, Garnelen und einige Maki und Futo-Maki. Der Fisch war ausreichend frisch und die Happen durchaus schmackhaft, allerdings liegt der Fehler im Detail: Der Reis war zu süß, der Fisch zu dünn geschnitten und Wasabi oft kaum vorhanden. Ausserdem waren die Happen durch die Zubereitungs- und Fördertechnik (keine Handformung und gekühltes Band) einfach zu kalt. Erstaunlich gut waren die Ama-ebi.
Yan Sushi & Wok ist gut für einen netten Abend und serviert schmackhafte Reishappen mit Fisch, die im Angebot preislich voll in Ordnung sind. Mit authentischem Sushi aber hat das nicht viel gemein.
Yan Sushi & Wok
Gottlieb-Daimler-Straße 9
74076 Heilbronn
Telefon 07131/2780458
Sonntag, 10. September 2006
Ab sofort ist das neue Gästeforum erreichbar, da die alte Version nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprochen hat. Die bisherigen Einträge im Forum bleiben natürlich erhalten. Leider gilt dies nicht für die Benutzerkonten, so dass eine erneute Registrierung notwendig ist. Aufgrund des vielen Spam erlaubt das neue Gästeforum nur registrierten Nutzern das Schreiben von Beiträgen.
Dafür bietet das neue Gästeforum einige neuen Funktionen, die das Lesen und Schreiben darin noch attraktiver machen. So kann man sich über neue Beiträge per Mail oder RSS informieren lassen und eine Suchfunktion ist in Vorbereitung.
Mittwoch, 30. August 2006
Wie der Spiegel diese Woche berichtete, haben die Japaner ihren statistischen Warenkorb aufgeräumt und unter anderem Konservenpfirsiche durch Sushi ersetzt. Bei der Menge Sushi, die in Japan verzehrt wird, sicherlich ein notwendiger Schritt. Bleibt abzuwarten, wann Sushi in Großbritannien oder gar hier in Deutschland in den Warenkorb aufgenommen werden muss. Während aber in Japan Sushi natürlich an jeder Ecke frisch zu bekommen ist, scheint hier in Deutschland Tiefkühlsushi vom Discounter der Renner zu werden.
Montag, 3. Juli 2006
 Zwanzig Minuten Busfahrt von Downtown Seattle entfernt in der Nähe des Green Lake ist das Kisaku. Das Restaurant ist modern eingerichtet und bietet ungefähr 40 Gästen und noch einmal zehn an der Sushi-Bar Platz. Leider ist der Raum sehr laut, wenn es voll ist und das lag nicht an der Live-Gitarrenmusik, die heute geboten wurde.
Auf der Karte finden sich außer Sushi und Sashimi auch Tempura- und Teriyaki-Gerichte und einige weitere japanische Zubereitungen von Fisch. Bestellt habe ich Chicken-Teriyaki als Vorspeise und eine Sushi-Kombination mit Thunfisch, Lachs, Gelbschwanz, Oktopus und Muscheln. Dazu gehört auch eine California-Roll.
Die Vorspeise bestand aus einem ganzen Hähnchenbrustfilet und war sehr schön angerichtet. Leider war das Fleisch fast gar nicht mariniert, sondern nur kurz gegrillt und mit der Marinade übergoßen. Das ist keine Teriyaki-Zubereitung. Die Sushi wurden, verglichen mit der Vorspeise, langweilig serviert. Der Fisch war frisch, aber nicht von bester Qualität. Vor allem der Thunfisch und der Lachs waren nur durchschnittlich und für eine Gegend wie Seattle einfach enttäuschend. Das größte Problem mit den Sushi war aber der Reis. Dieser war zu weich und klebte viel zu stark zusammen. So schlecht habe ich das bei professionell zubereitetem Sushi noch nicht erlebt. Die Sojasauce war zudem noch eine zu salzige Variante.
Mit $36 war das Abendessen etwa gleich teuer wie im I Love Sushi vor ein paar Tagen. Leider war es deutlich schlechter, so dass ich das Kisaku nicht empfehlen kann.
Kisaku
2101 N 55th Street #100
Seattle, WA 98103
Telefon USA (206) 545-9050
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