Fisch · 魚
Fisch, der für Sushi verwendet werden soll, muß vor allem
frisch sein, da er in den meisten Fällen roh verarbeitet
und gegessen wird. Zwar ist die Verwendung von tiefgefrorenem
Fisch möglich, aber wegen des besseren Geschmacks von
frischem Fisch nicht unbedingt zu empfehlen. Wie erkennt
man nun frischen Fisch? Um es mit den Worten eines bekannten
deutschen Fernsehkoches zu sagen: "Wenn Sie den Fisch
schütteln und die Gräten fallen heraus, dann sollten Sie
ihn nicht mehr nehmen". Ganz so einfach ist es allerdings
nicht, frischen Fisch zu erkennen.
Wichtig
Süßwasserfisch sollte nicht roh zu Sushi verarbeitet werden,
da insbesondere Süßwasserfisch Parasiten enthalten kann.
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Die Frische von Fisch, der am Stück gekauft wird, erkennt
man unter anderem daran, daß die Augen klar, nicht trübe
oder blutunterlaufen sind und das Fleisch fest und elastisch
ist, das heißt bei leichtem Druck
mit dem Finger gibt es nach und findet nach dem Loslassen
wieder in die ursprüngliche Form. Die Schuppen von frischem
Fisch glänzen und die Kiemen sind rot. Frischer Fisch riecht
keinesfalls nach Fisch.
Frischer Fisch muss so bald wie möglich verarbeitet, dass
heißt im Falle von Sushi ausgenommen und filetiert, werden.
Der verarbeitete Fisch sollte danach kühl zum baldigen Verzehr
aufbewahrt werden. Wenn der Fisch länger als einen halben Tag
aufbewahrt werden soll, ist es empfehlenswert ihn in
Plastikfolie einzuwickeln, da er sonst austrocknet.
Prinzipiell kann fast jeder Fisch zur Zubereitung von Sushi
verwendet werden. Allerdings haben sich einige Fischarten als
besonders geeignet und schmackhaft erwiesen und werden daher
im Folgenden kurz vorgestellt.
Thunfisch (Maguro) · 鮪
 | Thunfisch |
Thunfisch ist ein mit den Makrelen verwandter Fisch, der in
der Hauptsache in etwa 200 Metern Tiefe in den warmen Gewässern
des Atlantik und des Pazifik gefangen wird. Fast jeder Teil des
Fisches kann roh gegessen werden. Die Stücke sind von
dunkelroter Farbe und erinnern an Rindfleisch. Thunfisch ist
der beliebteste Sushi-Belag.
Kenner bevorzugen die fetteren Thunfischstücke, die vor allem
von der Bauchseite stammen, wegen ihres intensiveren
Geschmacks. In der Regel gilt, je fetter das Stück Thunfisch,
desto besser ist es. Daher wird das fette Thunfischfleisch
auch in drei Sorten unterteilt: fett (toro),
mittelfett (chu toro) und sehr fett
(otoro). Je fetter das Fleisch, desto heller wird
die Farbe.
Thunfisch zählt zu den Fettfischen und hat bis zu 260 Kalorien
pro 100 Gramm. Er liefert neben Jod und Vitamin A vor allem
wertvolle essentielle Fettsäuren.
Lachs (Sake) · 鮭
 | Lachs |
Lachs kommt heute in der Hauptsache im Pazifik vor. Der Fisch
verbringt lange Zeit seines Lebens im Meer und sucht sich dann
seinen Weg gegen den Strom eines Flusses, um zu laichen. Lachs
wurde früher nicht roh, sondern leicht geräuchert oder mariniert
zu Sushi verarbeitet. Inzwischen wird Lachs aber auch roh
verwendet. Das Fleisch hat eine hellrote bis orangene Farbe
und einen etwas süßlichen Geschmack.
Auch Lachs enthält wertvolle Fettsäuren und in seinem Fett
sind außerdem die Vitamine A, D, E und reichlich
Kalium, Fluor und Jod enthalten.
Makrele (Saba) · 鯖
 | Makrele |
Die Makrele ist ein öliger Fisch mit weichem Fleisch. Die
beste Zeit für die Makrele ist der Oktober oder November, wenn
das Fleisch besonders fett und geschmacksintensiv ist.
Obwohl die Makrele und der Thunfisch zur selben Familie
gehören, haben die beiden Fische geschmacklich nicht sehr
viel gemeinsam. Im Gegensatz zum leichten, unaufdringlichen
Geschmack des Thunfisches ist der Geschmack der Makrele sehr
viel intensiver.
Gelbschwanz (Buri) · 鰤
 | Gelbschwanz |
Der japanische Gelbschwanz gehört zu den Stachelmakrelen und
ist eng mit dem Thunfisch verwandt. Buri, der
erwachsene Fisch, und Hamachi (ハマチ), der junge
Fisch, haben eine goldene Farbe und werden in Japan in
speziellen Fischfarmen gezüchtet. Außerhalb Japans ist es
recht schwierig, echten japanischen Gelbschwanz zu
bekommen.
Seebarsch (Suzuki) · 鱸
 | Seebarsch |
Der ausgewachsene japanische Seebarsch wird Suzuki
genannt und ist dann über 60 cm lang. Sein weißes Fleisch ist
besonders schmackhaft in den Sommermonaten.
Seebrasse (Tai) · 鯛
 | Seebrasse |
Über einhundert Variationen dieses karpfenartigen Fisches
sind bekannt. Einige japanische Arten davon sind
Ma-dai, Chi-dai, Kuro-dai,
Ishi-dai und Renko-dai. Neben der
Verwendung als Sushi-Fisch sind Brassen auch gegrillt sehr
schmackhaft.
Aal (Unagi) · 鰻
 | Aal |
Aal ist in Japan in vielfältigen Zubereitungsformen sehr
beliebt und wird auch als Zutat für Sushi verwendet.
Unagi wird allerdings niemals roh verzehrt,
sondern immer erst gegrillt und dann in Marinade eingelegt.
Aal hat einen vollen Geschmack und eine nussbraune Farbe. Da
der Aal bereits mariniert ist, wird er nicht mehr in die
Sojasauce getunkt.
Seeaal (Anago) · 穴子
 | Seeaal |
Seeaal wird ähnlich wie der Frischwasseraal nicht roh
verwendet, sondern erst gekocht, dann gegrillt und ebenfalls
mariniert. Anago ist eine sehr ergiebige Quelle
für tierisches Fett.
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